Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.09.2012

12:42 Uhr

Manager streiten

Stahlindustrie mit Überkapazitäten

Der Stahlindustrie geht es nicht gut. Die Kapazitäten sind zu hoch, die Preise zu niedrig. Jetzt gibt es einem Zeitungsbericht zufolge auch noch Streit zwischen den Chefs der Branche.

In der deutschen Stahlindustrie ist die Stimmung angespannt: Die Kapazitäten sind hoch, die Preise niedrig. dpa

In der deutschen Stahlindustrie ist die Stimmung angespannt: Die Kapazitäten sind hoch, die Preise niedrig.

DuisburgÜberkapazitäten in der europäischen Stahlindustrie haben nach Informationen der „Financial Times Deutschland“ (FTD/Montag) zu einem Streit unter führenden Managern der Branche geführt. Hintergrund seien Überlegungen des Präsidenten des europäischen Stahlverbandes Eurofer und Chefs des österreichischen Herstellers Voestalpine, Wolfgang Eder, zu einer Neuordnung der Branche.

Thyssen-Krupp-Stahlchef Edwin Eichler und Salzgitter-Chef Heinz Jörg Fuhrmann sollen in einem brancheninternen Brief harsche Kritik an dem Vorstoß geübt haben, berichtet die Zeitung. Von den betroffenen Unternehmen war zunächst keine Bestätigung für den Brief zu erhalten.

Preisdruck belastet: Stahlriesen ringen mit der Flaute

Preisdruck belastet

Stahlriesen ringen mit der Flaute

Der Stahlkocher rutschte von Deutschlands Vorzeigeunternehmen zum Sanierungsfall ab.

Der größte deutsche Stahlkonzern Thyssen-Krupp hatte erst im vergangenen Monat über eine Eintrübung der Perspektive für die Stahlmärkte geklagt. Insbesondere für den europäischen Markt müsse von einem Rückgang der Stahlnachfrage um etwa fünf Prozent ausgegangen werden, hieß es. Auch der weltgrößte Stahlkonzern Arcelor Mittal rechnet im laufenden Jahr mit einem weiteren Rückgang der Stahlnachfrage in Europa zwischen drei und fünf Prozent

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2011/2012 war das Ergebnis des europäischen Stahlgeschäfts bei Thyssen-Krupp um 81 Prozent eingebrochen. Wegen der anhaltenden Marktschwäche soll der derzeit stillgelegte Hochofen 9 im laufenden Geschäftsjahr nicht wieder in Betrieb gehen. An fünf Standorten wurde ab August Kurzarbeit für mehr als 2000 Mitarbeiter eingeführt.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×