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20.01.2005

14:15 Uhr

Markenrechte von Adidas gestärkt

Nike unterliegt im Streifen-Streit

Der Sportartikelhersteller Adidas hat im Markenstreit um seine drei Streifen einen juristischen Sieg errungen. Der US-Konkurrent und Marktführer Nike darf in Zukunft keine Sporthosen mehr mit zwei Streifen verkaufen. Gleiches gilt für Tom-Tailor-Sportjacken mit zwei Streifen. Beide Artikel könnten mit Adidas-Produkten verwechselt werden, urteilte das Landgerichts Köln.

Adidas hat sich im Streit um die Streifen vor Gericht durchgesetzt. Foto: dpa

Adidas hat sich im Streit um die Streifen vor Gericht durchgesetzt. Foto: dpa

HB DÜSSELDORF. Unterlasse Nike den Verkauf dieser Artikel nicht, drohe ein Ordnungsgeld von bis zu 250 000 €, urteilte das Kölner Landgericht am Donnerstag. Zudem müssten dem Kläger Adidas-Salomon durch den Verkauf der Artikel entstandene Schäden ersetzt werden. Den Streitwert legte das Gericht mit einer Million Euro fest. Auch das Textilunternehmen Tom Tailor darf dem Gericht zufolge nicht Jacken anbieten, die mit zwei Streifen versehen sind.

Nike hatte dem Gericht zufolge zwei Sporthosen-Modelle vertrieben, die an den Seitennähten mit zwei Streifen verziert waren. Dies verletze die Markenrechte des durch die drei Streifen bekannten Adidas-Salomon-Konzerns, urteilte das Gericht. Es bestehe die Gefahr, dass die Verbraucher die Produkte verwechseln. Daran ändere auch nichts, dass die Hosen mit dem Nike-Häckchen versehen wurden - denn das Nike-Zeichen sei „eher unauffällig angebracht“ worden. Der Kunde nehme die Streifen nicht „als bloßes Dekorationselement“ wahr.

Tom Tailor darf dem Urteil zufolge nicht mehr Jacken verkaufen, deren Ärmel mit zwei Streifen verziert wurden. Auch hier bestehe die Gefahr von Verwechslungen durch den Verbraucher. Setzt Tom Tailor den Verkauf fort, droht dem Unternehmen ebenfalls ein Ordnungsgeld von bis zu 250 000 €. Den Streitwert setzte das Gericht in diesem Fall mit 500 000 € fest.

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