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04.03.2004

08:20 Uhr

Markterwartungen übertroffen

MAN legt beim Gewinn ordentlich zu

Der Münchner Maschinen- und Nutzfahrzeughersteller MAN hat im Geschäftsjahr 2003 dank guter Geschäfte mit Lastkraftwagen im Schlussquartal sein Ergebnis stärker als erwartet verbessert und strebt im laufenden Jahr eine weitere Gewinnsteigerung an.

HB MÜNCHEN. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern (EBT) sei wegen eines starken Schlussquartals auf 261 (Vorjahr: 213) Mill. € gestiegen, teilte MAN am Donnerstag in München mit. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem EBT von 248 Mill. € gerechnet. Der Jahresüberschuss sei auf 192 (141) Mill. € gestiegen, was ebenfalls über den Erwartungen von 164 Mill. € lag. Der Auftragseingang liege insgesamt mit 13,7 Mrd. € auf Vorjahresniveau, teilte der Konzern mit. Der Umsatz sei um zwei Prozent auf 13,5 (13,8) Mrd. € gesunken.

Auch für dieses Jahr kündigte MAN wegen der anziehenden Konjunktur weiteres Wachstum an: „Für die MAN Gruppe insgesamt erwarten wir einen nochmals kräftigen Ergebnisschub“, teilte der Konzern mit. Umsatz und Auftragseingang würden 2004 leicht steigen. Die MAN-Aktie legte nach Handelsbeginn um zwei Prozent auf 30,30 € zu.

Zum Wachstum beitragen konnte vor allem das Lkw-Geschäft: Trotz rückläufigen Marktvolumens habe das LKW-Geschäft den Auftragseingang um vier Prozent auf 5,6 Mrd. € steigern können, teilte MAN weiter mit. „Die Nutzfahrzeuge haben ihren Weg zurück zur Ertragsstärke früherer Jahre fortgesetzt“, hieß es im Aktionärsbrief des Konzerns. Die Nutzfahrzeugsparte habe ihr Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) auf 203 (102) Mill. € verdoppelt.

Die Bussparte erreichte 2003 - und damit ein Jahr früher als erwartet - die Gewinnschwelle und erzielte ein Ebit von 5,0 (minus 72) Mill. €. Der Problembereich Druckmaschinen MAN Roland sei dagegen mit einem Ebit-Verlust von 37 (plus zehn) Mill. € deutlich in die roten Zahlen geraten. Um Kosten zu sparen, seien seit Anfang 2003 insgesamt rund 2700 Mitarbeiter abgebaut worden.

MAN hatte im Dezember seine Düsseldorfer Tochter SMS an die Unternehmerfamilie Weise, die den Traditionskonzern im Sommer übernehmen wollte, verkauft, weshalb der Konzern diesmal bereinigte Zahlen ausweist. Angaben über den Buchwert wurden nicht gemacht, in Branchenkreisen war von einem einstelligen Millionenbetrag die Rede. MAN teilte mit, der Verkauf der 51-prozentigen Beteiligung erfolge in zwei Schritten. Für den Konzernabschluss seien 50 Mill. € ergebniswirksam aus dem Verkauf in die Gewinnrücklagen genommen worden.

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