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15.06.2011

15:14 Uhr

Marktgerüchte

Blackstone soll sich für Jack Wolfskin interessieren

Vor wenigen Tagen wurde der Outdoor-Ausrüster Timberland verkauft. Nun gibt es auch neue Gerüchte um Jack Wolfskin. Das hessische Unternehmen steht laut Medienberichten nun doch vor einem Verkauf.

Jack Wolfskin steht offenbar wieder zum Verkauf. Quelle: picture alliance / dpaPICTURE-ALLIANCE / DPA

Jack Wolfskin steht offenbar wieder zum Verkauf.

Frankfurt/LondonDer hessische Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin wird Finanzkreisen zufolge nun doch verkauft. Die Eigner Barclays Private Equity und Quadriga Capital seien in den letzten Zügen der Verhandlungen mit dem Finanzinvestor Blackstone, sagten vier mit der Transaktion vertraute Personen am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Barclays und Quadriga hatten den Verkauf im April abgeblasen, weil ihnen die Offerten für den aufstrebenden Hersteller von Funktionskleidung aus Idstein mit 430 Mitarbeitern nicht hoch genug waren.

Sie hatten sich Kreisen zufolge mehr als 800 Millionen Euro für Jack Wolfskin vorgestellt. Die Gebote hatten damals Insidern zufolge bei gut 600 Millionen Euro gelegen. Nun hat Blackstone offenbar nachgelegt: Ein Insider sagte, Jack Wolfskin könnte nun mehr als 700 Millionen Euro bringen. Der Finanzinvestor habe den Kontakt nie abreißen lassen, nachdem der Prozess gestoppt worden war, hieß es in den Kreisen.

Eine Einigung sei noch in dieser Woche möglich, sagten zwei der Insider. Die Übernahme könne aber immer noch scheitern. Die beiden Eigentümer von Jack Wolfskin und Blackstone wollten sich nicht zu den Informationen äußern.

Die rasche Neuauflage der Verkaufspläne kommt überraschend: Noch im April hatten die beiden Eigentümer erklärt, sie wollten warten, bis Jack Wolfskin mehr wert sei, und dann einen neuen Anlauf nehmen. „Die sehr dynamische Geschäftsentwicklung hat die Gesellschafter veranlasst, die ursprünglichen Bewertungsmaßstäbe zu überdenken, die die aktuelle Lage von Jack Wolfskin noch nicht berücksichtigen konnten“, hieß es damals. Vor dem Verkauf solle das Unternehmen seine Expansion im Ausland beschleunigen, wo die Marke noch nicht so bekannt ist wie etwa der Rivale The North Face.

North-Face-Eigentümer VF Corp hatte erst in dieser Woche für zwei Milliarden Dollar den US-Wanderschuh-Hersteller Timberland gekauft.

Barclays und Quadriga hatte 2006 gerade einmal 93 Millionen Euro für die seither stark gewachsene Jack Wolfskin an Bain Capital gezahlt. Mittlerweile wird die Marke mit der Wolfspfote von manchen Experten mit bis zu einer Milliarde Euro bewertet. 2010 schnellte der Umsatz mit Wander-Bekleidung, Rucksäcken, Zelten und Schlafsäcken von Jack Wolfskin um 21 Prozent auf 304 Millionen Euro. Die Vorbestellungen der Händler lagen im Februar um fast die Hälfte über Vorjahr.

Von

rtr

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