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04.10.2014

12:42 Uhr

Marktmanipulation

Anklage prüft neue Beweise gegen Wiedeking

Ex-Porsche-Chef Wiedeking wird wegen des Verdachts auf Marktmanipulation definitiv der Prozess gemacht. Die Anklagebehörde sammelt Beweise, nun rückt eine Pressemitteilung von 2008 ins Zentrum der Ermittlungen.

Aus Sicht der Staatsanwaltschaft hat Ex-Porsche-Chef Wiedeking den Finanzmarkt nicht ausreichend über den Einstieg bei Volkswagen informiert. dpa

Aus Sicht der Staatsanwaltschaft hat Ex-Porsche-Chef Wiedeking den Finanzmarkt nicht ausreichend über den Einstieg bei Volkswagen informiert.

StuttgartDie Staatsanwaltschaft Stuttgart prüft neue Beweise gegen den früheren Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und Ex-Finanzvorstand Holger Härter wegen des Verdachts auf Marktmanipulation. Wie die Anklagebehörde am Samstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mitteilte, wird dafür nun eine Pressemitteilung vom 26. Oktober 2008 erneut unter die Lupe genommen.

In dieser Mitteilung zur geplanten Übernahme von Volkswagen habe Porsche nur Kaufoptionen (Calls) mitgeteilt. „Die Verkaufsoptionen (Puts) verschwieg das Unternehmen“, sagte eine Sprecherin der Anklagebehörde und bestätigte damit einen Bericht der WirtschaftsWoche. Dieser Vorgang sei geeignet gewesen, dem Markt einen falschen Eindruck zu vermitteln.

Um ein neues Ermittlungsverfahren wegen Marktmanipulation handle es sich dabei jedoch nicht. Die Ergebnisse der rechtlichen Prüfung der Pressemitteilung würden gegebenenfalls in den Prozess gegen die beiden Ex-Manager einfließen.

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Eine Beschwerde der Staatsanwaltschaft hat Erfolg: Wendelin Wiedeking muss sich wegen seines Verhaltens bei der gescheiterten VW-Übernahme durch Porsche vor Gericht verantworten. Ihm wird Marktmanipulation vorgeworfen.

Gegen Wiedeking und Härter gibt es schon eine Anklage wegen des Verdachts der Marktmanipulation. Das Hauptverfahren ist vor der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Stuttgart zugelassen, aber noch nicht terminiert. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft haben die beiden den Finanzmarkt zwischen 2007 und 2009 nicht ausreichend über Porsches Einstieg bei VW informiert. Die Manager weisen die Vorwürfe zurück.

Von

dpa

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