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11.06.2013

15:43 Uhr

Maschine muss umkehren

Boeings Dreamliner hat wieder ein Problem

Eine Boeing 787 von Japan Airlines muss auf dem Flug nach Singapur umkehren. Für die neuerliche Panne beim Dreamliner ist offenbar eine Enteisungsanlage verantwortlich. Die Jets sind erst seit kurzem wieder in der Luft.

„Dreamliner“ der Japan Airlines: Eine Maschine hatte Probleme mit der Enteisungsanlage der Triebwerke. dapd

„Dreamliner“ der Japan Airlines: Eine Maschine hatte Probleme mit der Enteisungsanlage der Triebwerke.

Washington/Tokio/Ridley TownshipNeuer Ärger um Boeings Vorzeigejet 787 „Dreamliner“: Eine Maschine von Japan Airlines (JAL) musste auf dem Flug nach Singapur umkehren. Als Grund nannte ein JAL-Sprecher am Dienstag Probleme mit der Enteisungsanlage der Triebwerke. Die Passagiere seien in einer anderen Maschine erneut in Richtung Singapur abgehoben. Der Vorfall werde nun untersucht.

Die „Dreamliner“-Jets sind nach einem mehr als dreimonatigen Flugverbot erst seit wenigen Wochen wieder in der Luft. Die Flugaufsichtsbehörden hatten Mitte Januar nach einem Feuer und einem Schmorbrand bei den Batterien zweier „Dreamliner“ den Boeing-Langstreckenjet weltweit komplett aus dem Verkehr gezogen. Erst nach einer Nachbesserung der Batteriekonstruktion erteilten die Behörden nach und nach wieder die Flugfreigabe.

Trotz der „Dreamliner“-Pannen blickt Boeing optimistischer in die Zukunft. Grund ist der zunehmende Flugverkehr in Asien. In den kommenden 20 Jahren benötigten die Fluggesellschaften voraussichtlich insgesamt 35.280 neue Maschinen im Wert von 4,8 Billionen Dollar mit. Damit schraubte der Airbus-Rivale seine Langfrist-Prognose um 3,8 Prozent hoch. Der Passagier- und Frachtverkehr - wichtige Konjunktur-Indikatoren - würden wohl im Jahr um fünf Prozent wachsen.

Größte Dreamliner-Flotten (Stand: Ende 2012)

All Nippon Airways

17 Maschinen im Dienst

weitere 49 bestellt

Japan Airlines

7 Maschinen im Dienst

weiter 38 Maschinen bestellt

United Airlines

6 Maschinen im Dienst

weitere 36 Maschinen bestellt

Air India

5 Maschinen im Dienst

weitere 22 Maschinen bestellt

Qatar Airways

5 Maschinen im Dienst

weitere 25 Maschinen bestellt

Ethiopian Airways

4 Maschinen im Dienst

weitere 6 Maschinen bestellt

LAN Airlines

3 Maschinen im Dienst

weitere 23 Maschinen bestellt

LOT (Polen)

2 Maschinen im Dienst

weitere 6 Maschinen bestellt

Höhere Nachfrage sieht Boeing vor allem für Flugzeuge in der Größe einer Boeing 737 oder des Airbus-Modells A320. Für größere oder kleinere Jets habe sich die Aussicht dagegen nicht verbessert. Für den Boeing 747 und den Airbus A380 schraubt der US-Konzern seine Erwartung sogar zurück. Bei der Pariser Luftfahrtmesse in der kommenden Woche werde Boeing neue Aufträge verkünden.

„Es gibt Platz für uns zum Wachsen, es gibt Platz für Airbus zum Wachsen und offen gesagt gibt es wahrscheinlich noch für einen dritten Konkurrenten Raum“, sagte Randy Tinseth, Vize-Marketingchef von Boeings Verkehrsflugzeug-Sparte. 2012 sei die Zahl der Verkehrsflugzeuge auf 20.310 gestiegen. Bis 2032 werde sie sich wohl auf 41.000 mehr als verdoppeln.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

11.06.2013, 17:47 Uhr

Dream-on
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Der (Alb)Dreamliner mußte schon wieder eine Notlandung hinlegen.
Das erinnert stark an den Euro Hawk. Hat da Boeing etwa auch seine Finger im Spiel?
Wann wird Boieng die Überflugerlaubnis über Europa entzogen?
Ist Boieng jetzt eine "never comback-airline"?

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