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12.01.2012

12:12 Uhr

Maschinenbau

Die Zeiten fulminanten Wachstums sind vorbei

Das erste Mal seit 22 Monaten ist die Nachfrage nach deutschen Maschinen im Jahresvergleich gefallen. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau spricht von einer normalen Entwicklung. Die Stimmung sei hervorragend.

Spulen für einen Pumpenmotor. Der VDMA rechnet mit einem Produktionsanstieg von 14 Prozent. dpa

Spulen für einen Pumpenmotor. Der VDMA rechnet mit einem Produktionsanstieg von 14 Prozent.

DüsseldorfDie Nachfrage nach Maschinen „Made in Germany“ war im November 2011 erstmals seit knapp zwei Jahren rückläufig. Die Bestellungen sanken im Vergleich zum Vorjahresmonat um zwölf Prozent, im Inland um zwei und im Ausland um 17 Prozent, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Donnerstag mitteilte.

VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers wollte daraus aber noch keinen Trend ableiten. Das sei ein normaler zyklischer Abschwung, nachdem die Auftragseingänge Ende 2010 extrem hoch gewesen seien. Die Abschwächung gehe nicht auf Rückgänge im Euro-Raum zurück, sondern auf weniger Bestellungen aus dem außereuropäishen Ausland.

Wiechers sagte, die Zeiten fulminanter Zuwachsraten seien vorbei. In dem von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatsvergleich September bis November sanken die Bestellungen um vier Prozent. Die Inlandsaufträge stagnierten, die Bestellungen aus dem Ausland gaben um sechs Prozent nach.

Angesichts der „außerordentlich üppigen“ Bestellungen aus dem Ausland im November 2010 komme die jüngste Entwicklung nicht überraschend, sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers: „Von einem Einbruch kann schon deshalb nicht die Rede sein.“ Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich von September bis November 2011 ergibt sich nach den Angaben ein Minus von vier Prozent. In diesem Zeitraum stagnierten die inländischen Bestellungen, die aus dem Ausland gaben um sechs Prozent nach.

Die jüngste Abschwächung gehe weniger auf Rückgänge aus dem von der Staatsschuldenkrise gebeutelten Euroraum zurück, betonte der Verband. Zwar denke etwa in Griechenland gerade niemand daran, Maschinen zu kaufen. Das Land sei aber auch kein nennenswerter Markt für die deutschen Maschinenbauer. Bei den Ausfuhren in die größeren Südländer Spanien und Italien meldete die exportorientierte Branche für den Zeitraum Januar bis November ein leichtes Plus.

Insgesamt lagen die Bestellungen aus den Euroländern im November um 3 Prozent unter dem Vorjahr, im Dreimonatsvergleich von September bis November aber 5 Prozent im Plus.

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