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27.03.2012

14:48 Uhr

Maschinenbau

Singulus will mit Zukauf neue Sparte aufbauen

Durch die stetige Nachfrage von Blue-Ray-Discs ist dem Spezialmaschinenbauer Singulus nach drei verlustreichen Jahren die Wende geglückt. Das unterfränkische Unternehmen will in der Halbleitersparte 2012 Gewinn machen.

Ein Mitarbeiter von Singulus bedient eine Produktionsmaschine zur Fertigung von Blu-ray Discs. dpa

Ein Mitarbeiter von Singulus bedient eine Produktionsmaschine zur Fertigung von Blu-ray Discs.

Der Spezialmaschinenbauer Singulus will sich über eine Akquisition neue Geschäftsfelder erschließen und so ein weiteres Standbein für den Konzern schaffen. „Wir führen ganz konkrete Gespräche“, sagte Vorstandschef Stefan Rinck am Dienstag zur Bilanzvorlage in Frankfurt. Diese könnten noch in diesem Jahr zu einem Abschluss führen. „Es muss aber passen, vom Preis und von der Technik“, betonte Rinck. Bis zu 25 Millionen Euro würde Singulus für einen Zukauf in bar in die Hand nehmen - Mittel, die aus einer gerade erfolgreich platzierten Anleihe von 60 Millionen Euro stammen. Im Visier habe man vor allem neue Anwendungsgebiete für die Vakuumbeschichtungstechnik, auf die Singulus spezialisiert ist.

Der in Kahl am Main ansässige Konzern bietet in seinen drei Sparten mehrere Millionen Euro teure Maschinen für die DVD-Produktion, für die Herstellung von Solarmodulen und für die Halbleiter-Produktion an. Die zyklischen Achterbahnfahrten, denen jede Sparte ausgesetzt ist, will Singulus mit neuen Geschäftsfeldern abfedern. „Es gibt noch viele Anwendungsgebiete, bei denen unser Know-How, hauchdünne, homogene Schichten auf Flächen aufzubringen, gebraucht wird“, erläuterte Rinck - etwa in der Automobilindustrie, oder bei Oberflächen von Smartphones oder Brillen.

Nach drei schwierigen Jahren war Singulus 2011 mit einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 6,7 (Vorjahr: minus 80,2) Millionen Euro wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt, und will dort auch bleiben: „Wir sehen optimistisch auf das Jahr 2012 und planen mit einem positiven Ergebnis“, heißt es im Geschäftsbericht. Auf eine Dividende müssen die Aktionäre dennoch für 2012 erneut verzichten. Freuen konnten sie sich aber über den Aktienkurs: Die im TecDax gelisteten Titel legten am Dienstag sieben Prozent auf 2,90 Euro zu. Seit Jahresbeginn haben die Aktien damit mehr als 40 Prozent an Wert gewonnen.

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