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05.08.2013

19:07 Uhr

Maschinenbau

Weiterer Abbau bei Voith-Paper nicht ausgeschlossen

Die Probleme des Papiergeschäfts bedrohen Arbeitsplätze des Anlagenbauers Voith. Dabei hat sich der schwäbische Maschinenbauer gerade erst neu aufgestellt – unter anderem in Asien.

Ein Mitarbeiter der Firma Voith poliert eine Maschine. Ein Stellenabbau wird immer wahrscheinlicher. dpa

Ein Mitarbeiter der Firma Voith poliert eine Maschine. Ein Stellenabbau wird immer wahrscheinlicher.

HeidenheimAngesichts von Problemen im Papiergeschäft schließt der Anlagenbauer Voith einen weiteren Arbeitsplatzabbau nicht aus. „Wir sehen bei Voith Paper im Bereich Neuanlagengeschäft nach wie vor eine sehr schwierige Auslastungssituation“, sagte Konzernsprecher Lars Rosumek am Montag der Nachrichtenagentur dpa in Heidenheim. „Maßnahmen an weiteren deutschsprachigen Voith-Paper-Standorten können wir nicht ausschließen.“ Dazu zähle auch Stellenabbau.

In der vergangenen Woche erst hatten sich Arbeitgeber und -nehmerseite darauf verständigt, rund 430 Stellen bis März 2015 am Standort Heidenheim in allen Konzernbereichen zu streichen. Mit einer rechtsverbindlichen Betriebsvereinbarung wird bis Ende September gerechnet. Voith habe die Absicht, den geplanten Abbau ohne betriebsbedingte Kündigungen umzusetzen, sagte Rosumek. Weitere größere Standorte hat Voith Paper etwa in Krefeld und in St. Pölten in Österreich. Weltweit wurden bisher 990 Stellen abgebaut.

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Zwar hat sich der schwäbische Maschinenbauer vor allem in Asien neu aufgestellt. Doch die sinkende Nachfrage in der Heimat mache zu schaffen: „Besonders in Europa und in Deutschland ist in den nächsten Jahren kein signifikantes Wachstum in der Papierproduktion zu erwarten“, sagte Rosumek. „Darauf müssen wir reagieren und die Kapazitäten an deutschen und europäischen Standorten - wenn nötig - entsprechend weiter anpassen.“ Details nannte der Sprecher nicht.

Von

dpa

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