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13.08.2013

08:13 Uhr

Maschinenbauer

Heidelberger Druck halbiert Verlust

Nach fünf Jahren der Verluste zeichnet sich für den Druckmaschinenbauer Heideldruck eine Trendwende ab. Das Unternehmen kann die Verluste eindämmen. Doch Auftragseingang und Umsatz bleiben hinter den Erwartungen.

Lichtblick für den Druckmaschinenhersteller Heidelberger Druck. dpa

Lichtblick für den Druckmaschinenhersteller Heidelberger Druck.

StuttgartNach fünfjähriger Verlustphase rückt beim Maschinenbauer Heidelberger Druck die Gewinnschwelle allmählich in greifbare Nähe. Im Auftaktquartal des Geschäftsjahres 2013/14 (31. März) halbierte der Weltmarktführer für Bogendruckmaschinen zur Herstellung von Büchern, Katalogen, Verpackung und Geschäftspost den Nachsteuerverlust auf 38 Millionen Euro und schrieb im operativen Geschäft nur hauchdünne rote Zahlen.

Ohne den Aufwand für den Personalabbau und den Umbau des Konzerns summierten sich die operativen Verluste (Ebitda) in den Monaten April bis Juni nur noch auf 20 Millionen Euro, vor Jahresfrist waren es noch 67 Millionen Euro gewesen, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Im Vorjahresquartal hatte die nur alle vier Jahre stattfindende Branchenmesse Drupa in Düsseldorf hohe Ausgaben nötig gemacht, die dieses Jahr nicht anfielen. „Die deutliche Steigerung unseres operativen Ergebnisses macht uns zuversichtlich, im Gesamtjahr profitabel zu sein und wieder einen Gewinn auszuweisen“, sagte der seit Herbst vergangenen Jahres an der Vorstandsspitze stehende Gerold Linzbach.

Während die Ergebnisse von Heideldruck im Auftaktquartal des neuen Geschäftsjahres zum Teil besser als von Analysten erwartet ausfielen, blieben Auftragseingang und Umsatz deutlich hinter den Erwartungen der Finanzexperten zurück.

Der seit Jahren auf Talfahrt befindliche Umsatz schrumpfte im Frühjahrsquartal um drei Prozent auf 504 Millionen Euro. Der Auftragseingang sank sogar um 28 Prozent auf 643 Millionen Euro, da Heideldruck im Vorjahr auf der Messe Drupa verstärkt Aufträge eingesammelt hatte.

Die jüngste Branchenmesse China Print sei positiv verlaufen, teilte der mit Koenig & Bauer aus Würzburg und Komori aus Japan konkurrierende Maschinenbauer weiter mit. In Europa, dem nahen Osten und Afrika sowie in Südamerika hielten sich die Druckereien hingegen mit der Anschaffung neuer Maschinen zurück, räumte Heideldruck ein. Der Auftragsbestand lag Ende Juni mit 602 Millionen Euro ein Fünftel höher als vor Jahresfrist.

Die Mitarbeiterzahl sank zum Quartalsschluss zum Vorjahresstichtag um rund 1200 auf knapp 13.700 Beschäftigte, spätestens Mitte nächsten Jahres sollen nur noch 13.500 Menschen weltweit für Heidelberger Druck arbeiten. Wegen der langen Verlustphase waren bei dem 1850 gegründeten Unternehmen in zwei Entlassungswellen tausende Mitarbeiter auf die Straße gesetzt worden oder freiwillig ausgeschieden.

Im Boom-Geschäftsjahr 2007/08 waren gut 20.000 Menschen für Heideldruck tätig gewesen. Auch Konkurrent Koenig & Bauer will nach erneuten Verlusten wieder den Rotstift bei der Belegschaft ansetzen und Stellen streichen.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

13.08.2013, 09:55 Uhr

........................................
..HEIDELDRUCK - Q1 - ZAHLEN ..
........................................
heideldruck sieht wieder "schwarz" und
die aktie feiert dieses mit einem plus
von 8,2%
..
..

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