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06.08.2014

17:09 Uhr

Maschinenbauer

Heidelberger Druck will 650 Stellen streichen

Die Lage bei Heidelberger Druck spitzt sich weiter zu: Der Maschinenbauer strich schon in den vergangenen Jahren Stellen, nun sollen weitere 650 Jobs wegfallen. Zudem wird ein Standort geschlossen.

Banner der IG Metall beim Druckmaschinenhersteller Heidelberg: Der Standort Leipzig mit rund 220 Mitarbeitern soll geschlossen werden. dpa

Banner der IG Metall beim Druckmaschinenhersteller Heidelberg: Der Standort Leipzig mit rund 220 Mitarbeitern soll geschlossen werden.

HeidelbergDer Maschinenbauer Heidelberger Druck setzt seinen Personalabbau fort und plant, weltweit 650 Stellen zu streichen. Das Unternehmen stelle sich in der Weiterverarbeitung neu auf, teilte Heideldruck am Mittwoch in Heidelberg mit. Dabei geht es unter anderem um Maschinen zum Stanzen und Kleben. „Die Eigenfertigung an den Heidelberg-Standorten in Deutschland ist unter den neuen Marktbedingungen nicht mehr wettbewerbsfähig“, hieß es. Der Standort in Leipzig mit rund 220 Mitarbeitern werde geschlossen.

In Ludwigsburg würden 100 Stellen abgebaut, in Wiesloch bei Heidelberg 130. Die restlichen Streichungen verteilten sich weltweit, zum Teil im Vertrieb, sagte ein Unternehmenssprecher. „Wir sprechen jetzt mit dem Betriebsrat. Die Beschäftigungslage an anderen Standorten ist allerdings nicht so, dass wir da groß verlagern können.“ Durch die Maßnahmen will das Unternehmen sein Ergebnis pro Jahr um rund 30 Millionen Euro verbessern. Für die Weiterverarbeitung im Verpackungsdruck sei ein neuer chinesischer Partner gefunden.

Die größten Maschinenbauer Deutschlands

Platz 10 – Rolls-Royce Power Systems

Umsatz 2012: 3,02 Milliarden Euro

Die deutsche Firma mit Hauptsitz in Friedrichshafen hieß bis Januar 2014 noch Tognum. Sie bietet Dieselmotoren und Antriebssysteme an und ist seit 2007 an der Börse notiert.

Platz 9 – SMS Group

Umsatz 2012: 3,24 Milliarden Euro

Die SMS Group ist der Dachgesellschaft SMS Holding GmbH untergeordnet und verarbeitet Stahl und Nichteisenmetalle. Alleinaktionär ist die Familie um den deutschen Unternehmer Heinrich Weiss.

Platz 8 – MAN

Umsatz 2012: 4,26 Milliarden Euro (MAN Power Engineering)

Die „Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg“ wurde bereits 1758 gegründet und war zunächst für Eisenverarbeitung zuständig. Seit 2011 hält Volkswagen die Mehrheit am Konzern.

Platz 7 – Knorr-Bremse

Umsatz 2012: 4,3 Milliarden Euro

Das größte Unternehmen für Bremssysteme von Schienen- und Nutzfahrzeugen wurde 1905 gegründet und ist nicht an der Börse notiert. Der Hauptsitz liegt in München.

Platz 6 – Kion

Umsatz 2012: 4,73 Milliarden Euro

Die Wiesbadener Kion Group wurde 2006 gegründet, baut Gabelstapler und Lagertechnikgeräte. Sie ging aus der Linde AG hervor und ist seit 2013 an der Börse.

Platz 5 – Thyssen-Krupp

Umsatz 2012: 5,64 Milliarden Euro (Thyssen-Krupp Industrial Solutions)

Deutschlands größter Stahlkonzern sitzt in Essen und entstand 1999 in Folge der Fusion von Hoesch-Krupp und Thyssen. Die historischen Wurzeln reichen in die Phase der industriellen Revolution in Deutschland zurück.

Platz 4 – Gea

Umsatz 2012: 5,72 Milliarden Euro

Das börsennotierte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf und ist auf die Herstellung von Prozesstechnik und Komponenten im Maschinenbau spezialisiert. Es wurde 1881 gegründet.

Platz 3 – Voith

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 5,73 Milliarden Euro

Die Wurzeln des Heidenheimer Maschinenbau-Unternehmens gehen bis in das Jahr 1867 zurück. Voith befindet sich im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen beliefert unter anderem Wasserwerke, Automobilhersteller und die Papierindustrie.

Platz 2 – Linde

Umsatz 2012: 15,28 Milliarden Euro

Die Linde Group sitzt in München und betreibt weltweit ihr Kerngeschäft mit Gasen und Prozess-Anlagen. Das 1879 gegründete Unternehmen ist börsennotiert und im Dax gelistet.

Platz 1 – Siemens

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 18,59 Milliarden Euro (Siemens Industry)

Das Dax-Unternehmen mit Sitz in Berlin und München ist Deutschlands größter Technologiekonzern. Die Firma wurde 1847 von Werner Siemens gegründet und setzt den Fokus auf Elektrotechnik.

Vorstandschef Gerold Linzbach hatte bereits vor einigen Wochen einen weiteren deutlichen Stellenabbau angekündigt. Die Mitarbeiterzahl ging in den vergangenen Jahren von 20.000 auf rund 12.500 zurück. Heideldruck hatte jüngst nach fünf Jahren wieder schwarze Zahlen vorgelegt.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Wolfgang Trantow

06.08.2014, 19:07 Uhr

Wieder das Versagen vom Management. Dafür haben Sie aber sicher Boni und sonstige Prämien erhalten. Müsste jede Firma bzw. jeder Management für 1 Arbeitsplatzvernichtung 1 Mill. Euro zahlen, gäbe es keinen Arbeitsplatzvernichtung. Bei vernünftiger Uniausbildung ist jeder fertige Student sicher bereit die Arbeit für nur 5000 Euro im Monat zu übernehmen. Wie viel spart da das Unternehmen??

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