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26.07.2012

12:52 Uhr

Maschinenbauer

Heideldruck hofft auf Trendwende

Der Maschinenbauer Heidelberger Druck steckt seit Jahren in der Krise. Nun hofft der Weltmarktführer angesichts höherer Auftragseingänge, in die Wachstumsspur zurückkehren zu können. Die Börse indes ist skeptisch.

Heidelberger Druck zeigte sich auf der Hauptversammlung verhalten optimistisch. dapd

Heidelberger Druck zeigte sich auf der Hauptversammlung verhalten optimistisch.

StuttgartDer seit Jahren in den roten Zahlen steckende Maschinenbauer Heidelberger Druck hofft auf eine allmähliche Trendwende. „Unter der Voraussetzung einer gesamtwirtschaftlichen Stabilität - was alles andere als sicher ist - gehen wir davon aus, dass wir nun einen Wendepunkt erreicht haben, an dem wir vom Restrukturierungsmodus wieder auf einen moderaten Wachstumsmodus umschalten können“, sagte der im Herbst ausscheidende Vorstandschef Bernhard Schreier auf der Hauptversammlung am Donnerstag in Mannheim. Die hinter Heideldruck liegende und nur alle vier Jahre stattfindende Branchenmesse stimme „verhalten optimistisch“, der Auftragseingang sei auf den höchsten Stand seit 2008 gestiegen.

An der Börse überwiegt hingegen nach Schreiers Einschätzung noch die Skepsis, ob der Weltmarktführer nach mehreren Entlassungswellen wieder in die Erfolgsspur zurückfindet. Der auf unter einen Euro gefallene Aktienkurs signalisiere, „dass es am Kapitalmarkt Akteure gibt, die nicht an einer Erholung der Branche glauben und zum Teil auch gegen uns spekulieren“, sagte der seit 37 Jahren bei dem Traditionsunternehmen beschäftigte Manager. Ab September übernimmt der 56-jährige Gerold Linzbach das Ruder, der früher den Duft- und Aromenherstellers Symrise geführt hat.

Im laufenden Geschäftsjahr 2012/13 (31. März) wird der mit einem Marktanteil von 42 Prozent bei Bogendruckmaschinen weltweit führende Anbieter nochmals Verluste erwirtschaften, wie der seit knapp 13 Jahre an der Unternehmensspitze stehende Schreier bekräftigte. Höhere Auftragseingänge in den ersten sechs Monaten sollten zu steigenden Umsätzen im zweiten Geschäftshalbjahr führen, 60 Prozent der Jahreserlöse würden voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte erwirtschaftet. Ab dem Geschäftsjahr 2013/14 sei dann - mit geringerer Kostenbasis - wieder ein Überschuss möglich. Den letzten Jahresüberschuss verbuchte Heideldruck im Jahr 2007/08, damals waren weltweit noch knapp 20.000 Mitarbeiter für den Konzern tätig. Bis Mitte 2014 wird die Belegschaft auf unter 14.000 Beschäftigte schrumpfen.

 

Von

rtr

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