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15.10.2013

08:16 Uhr

Maschinenbauer

Krones plant weitere Übernahmen

Der deutsche Industriekonzern Krones prüft „die eine oder andere” Übernahme. Eine positive Entwicklung bei den Bilanzzahlen macht das wohl möglich. Doch das gilt nicht für alle Bereiche der Firma.

Die Krones AG schraubt an der Konzernstrategie. dpa

Die Krones AG schraubt an der Konzernstrategie.

FrankfurtDer Abfüllanlagenbauer Krones ist gut ausgelastet und will weiter zukaufen. Auf der Branchenmesse Drinktec habe Krones einige gute Aufträge gewinnen können, sagte Finanzchef Christoph Klenk der „Börsen-Zeitung” (Dienstagausgabe). „Damit sind wir definitiv bis Ende des Jahres ausgebucht.” Im Moment prüfe Krones die eine oder andere Übernahme im Bereich Prozesstechnik, sagte Klenk.

Bereits Anfang des Jahres war der Konzern aus dem bayerischen Neutraubling beim Logistikspezialisten Klug eingestiegen, um seine Probleme im defizitären Geschäft mit Materialflusstechnik lösen. Das eigene Geschäft mit Lager- und Verfolgungssystemen für Getränkepaletten gab Krones auf, seinen Kunden bietet Krones dafür die Produkte des Konkurrenten an. Der Bereich dürfte laut Klenk in diesem Jahr die Gewinnschwelle erreichen, 2014 geht er von „einer leicht positiven Entwicklung” aus. Schwieriger sehe es bei der Tochter Kosme aus, die billigere Geräte und Anlagen anbietet und vor allem in krisengeschüttelten europäischen Staaten tätig ist. Sie werde in diesem Jahr zwar die Gewinnschwelle erreichen, das nächste Jahr werde aber vergleichbar mit diesem Jahr sein.

Dennoch ist der Finanzchef zuversichtlich, die operative Rendite (EBT-Marge) des Konzerns 2014 weiter zu verbessern und dem mittelfristigen Ziel von sieben Prozent näher zu kommen. Im laufenden Jahr will der Maschinenbauer, der Abfüllstraßen für Bier, Wasser, Softdrinks, Saucen oder Ketchup sowie ganze Brauereianlagen und Verpackungsmaschinen herstellt, die operative Rendite auf 5,8 bis sechs Prozent steigern.

Größte Baumaschinenhersteller der Welt (Umsatz 2011)

35 Milliarden Dollar

Caterpillar (USA)

21,8 Milliarden Dollar

Komatsu (Japan)

10 Milliarden Dollar

Volvo (Schweden)

10 Milliarden Dollar

Hitachi (Japan)

7,9 Milliarden Dollar

Liebherr (Schweiz/Deutschland)

7,9 Milliarden Dollar

Sany (China)

7,2 Milliarden Dollar

Zommlion (China)

6,5 Milliarden Dollar

Terex (USA)

5,8 Milliarden Dollar

Doosan (Korea)

5,4 Milliarden Dollar

John Deere (USA)

Quelle: KHL Group via statista.de

Klenk ließ offen, ob die Aktionäre beim Ausbleiben von Zukäufen auf eine höhere Ausschüttung als die üblichen 20 bis 25 Prozent des Gewinns hoffen können. „Wir entscheiden über unseren Vorschlag jedes Jahr neu, und sicher berücksichtigen wir dabei auch ganz besonders die aktuelle Netto-Cash-Position”. Zum Halbjahr hatte Krones mit fast 129 Millionen Euro deutlich mehr Geld in der Kasse als ein Jahr zuvor mit 18 Millionen Euro.

Von

rtr

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