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23.07.2014

12:22 Uhr

Maschinenbaukonzern

Übernahmen zahlen sich für Trumpf aus

Übernahmen in Fernost als Erfolgskonzept? Zum Teil trifft das auf den Maschinenbauer Trumpf zu. Doch auch ohne Übernahmen verzeichneten die Ditzinger ein breites Wachstum. Das Unternehmen bleibt in der Erfolgsspur.

Ein Laser der Firma Trumpf: Das Ditzinger Unternehmen konnte durch Übernahmen Gewinne erzielen. dpa

Ein Laser der Firma Trumpf: Das Ditzinger Unternehmen konnte durch Übernahmen Gewinne erzielen.

DitzingenDer auf Werkzeugmaschinen und Lasertechnik spezialisierte Maschinenbauer Trumpf hat seinen Umsatz dank guter Geschäfte in Asien und Westeuropa deutlich gesteigert. Nach der Übernahme des chinesischen Werkzeugmaschinenherstellers JFY im vergangenen Jahr legten die Erlöse im Ende Juni abgelaufenen Geschäftsjahr nach vorläufigen Zahlen um 10,3 Prozent auf 2,58 Milliarden Euro zu, wie Trumpf am Mittwoch in Ditzingen mitteilte. Auch ohne die im vergangenen Jahr getätigten Übernahmen wäre der Umsatz um sieben Prozent auf 2,5 Milliarden Euro gestiegen.

Der Auftragseingang deutet ebenfalls auf gute Geschäfte hin. Er lag bei 2,7 Milliarden Euro nach 2,33 Milliarden Euro im Vorjahr. Auch der Gewinn soll steigen: „Wir erwarten ein Ergebnis, das sehr deutlich über dem des vorigen Jahres liegt“, sagte Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller.

Die größten Maschinenbauer Deutschlands

Platz 10 – Rolls-Royce Power Systems

Umsatz 2012: 3,02 Milliarden Euro

Die deutsche Firma mit Hauptsitz in Friedrichshafen hieß bis Januar 2014 noch Tognum. Sie bietet Dieselmotoren und Antriebssysteme an und ist seit 2007 an der Börse notiert.

Platz 9 – SMS Group

Umsatz 2012: 3,24 Milliarden Euro

Die SMS Group ist der Dachgesellschaft SMS Holding GmbH untergeordnet und verarbeitet Stahl und Nichteisenmetalle. Alleinaktionär ist die Familie um den deutschen Unternehmer Heinrich Weiss.

Platz 8 – MAN

Umsatz 2012: 4,26 Milliarden Euro (MAN Power Engineering)

Die „Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg“ wurde bereits 1758 gegründet und war zunächst für Eisenverarbeitung zuständig. Seit 2011 hält Volkswagen die Mehrheit am Konzern.

Platz 7 – Knorr-Bremse

Umsatz 2012: 4,3 Milliarden Euro

Das größte Unternehmen für Bremssysteme von Schienen- und Nutzfahrzeugen wurde 1905 gegründet und ist nicht an der Börse notiert. Der Hauptsitz liegt in München.

Platz 6 – Kion

Umsatz 2012: 4,73 Milliarden Euro

Die Wiesbadener Kion Group wurde 2006 gegründet, baut Gabelstapler und Lagertechnikgeräte. Sie ging aus der Linde AG hervor und ist seit 2013 an der Börse.

Platz 5 – Thyssen-Krupp

Umsatz 2012: 5,64 Milliarden Euro (Thyssen-Krupp Industrial Solutions)

Deutschlands größter Stahlkonzern sitzt in Essen und entstand 1999 in Folge der Fusion von Hoesch-Krupp und Thyssen. Die historischen Wurzeln reichen in die Phase der industriellen Revolution in Deutschland zurück.

Platz 4 – Gea

Umsatz 2012: 5,72 Milliarden Euro

Das börsennotierte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf und ist auf die Herstellung von Prozesstechnik und Komponenten im Maschinenbau spezialisiert. Es wurde 1881 gegründet.

Platz 3 – Voith

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 5,73 Milliarden Euro

Die Wurzeln des Heidenheimer Maschinenbau-Unternehmens gehen bis in das Jahr 1867 zurück. Voith befindet sich im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen beliefert unter anderem Wasserwerke, Automobilhersteller und die Papierindustrie.

Platz 2 – Linde

Umsatz 2012: 15,28 Milliarden Euro

Die Linde Group sitzt in München und betreibt weltweit ihr Kerngeschäft mit Gasen und Prozess-Anlagen. Das 1879 gegründete Unternehmen ist börsennotiert und im Dax gelistet.

Platz 1 – Siemens

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 18,59 Milliarden Euro (Siemens Industry)

Das Dax-Unternehmen mit Sitz in Berlin und München ist Deutschlands größter Technologiekonzern. Die Firma wurde 1847 von Werner Siemens gegründet und setzt den Fokus auf Elektrotechnik.

Im vorherigen Geschäftsjahr 2012/2013 hatte Trumpf wegen der schwachen Konjunktur in einigen Euro-Ländern einen Gewinneinbruch auf 154 Millionen Euro verbucht. Seine endgültigen Zahlen legt Trumpf am 16. Oktober vor.

Von

dpa

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