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21.07.2011

11:59 Uhr

Matthias Müller

„Ein kleiner offener Zweisitzer würde Porsche guttun“

VonMartin-W. Buchenau, Wolfgang Reuter, Mark C. Schneider

Porsche-Chef Matthias Müller hat ehrgeizige Pläne für den Sportwagenbauer. Im Interview erklärt er, wie er ein Kultfahrzeug wiederbeleben, den Umsatz verdoppeln und trotzdem zweistellige Renditen erzielen will.

Porsche-Chef Matthias Müller im Porsche Speedster. Quelle: obs

Porsche-Chef Matthias Müller im Porsche Speedster.

Handelsblatt: Herr Müller, bei der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt im September stellen Sie den neuen Porsche 911 vor. Sie sind seit gut neun Monaten im Amt - haben Sie noch selbst Hand an die Ikone der Marke angelegt?

Matthias Müller: Als ich kam, war das Auto fertig. Es ging nur noch um wichtige Details für die Anmutung des Fahrzeugs.

Welche Details waren das?

Das Porsche-Emblem auf der Motorhaube, unser Markenzeichen, wurde bislang auf eine schwarze Dichtung geschraubt. Das sah aus wie ein Trauerrand. Das habe ich geändert. Generell werden wir auf die Qualität der Verarbeitung und der Details künftig mehr Wert legen.

Klingt eher nach Kleinkram. Müssen Sie nicht vielmehr an der Strategie von Porsche arbeiten?

Detailarbeit und die großen Linien, das widerspricht sich nicht. Qualität muss immer ganz oben stehen bei Porsche. Aber wichtig ist auch die Umweltverträglichkeit. Der 911er wird den CO2-Ausstoß um ein Fünftel reduzieren. Und künftig werden wir das Thema Leichtbau forcieren und damit die Fahreigenschaften weiter verbessern.

Wann wird man denn den ersten Müller-Porsche sehen?

Einen Müller-Porsche gibt es nicht, aber der Cajun, der kleine Bruder unseres Sportgeländewagens Cayenne, wird das erste Auto sein, das komplett unter meiner Ägide entsteht. Dieses Auto wird 2013 auf den Markt kommen.

Und wahrscheinlich viel VW-Konzerntechnologie enthalten. Von welchem reinrassigen Sportwagen träumen Sie denn?

Im Porsche-Museum steht der 550 Spyder, der erste reinrassige Rennsportwagen von Porsche. Der gefällt mir, und ich kann mir gut vorstellen, dass so eine moderne Variante des berühmten James-Dean-Porsche bei unseren Kunden gut ankäme. Das darf kein Retroauto sein. Aber ein kleiner offener Zweisitzer würde uns guttun.

Kommentare (2)

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Thomas-Melber-Stuttgart

21.07.2011, 12:39 Uhr

Ja, vielleicht ein Fahrzeug wie der ... hmmm ... Porsche Cayman?

schnippschnappschnudi

21.07.2011, 13:29 Uhr

Offen ist der Boxster, nicht der Cayman.... (meine Frau fährt einen)... ;-)

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