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05.11.2012

13:33 Uhr

Maue Geschäfte

Stahlindustrie hofft auf das nächste Jahr

Die deutsche Stahlindustrie zeigt für das nächste Jahr gedämpften Optimismus. Die Branche hofft auf eine leichte Aufhellung der Konjunktur. Bisher ist von einer Wiederbelebung der Geschäfte aber keine Spur.

Ein Stahlarbeiter am Fuß eines Hochofens. dpa

Ein Stahlarbeiter am Fuß eines Hochofens.

DüsseldorfNach einem deutlichen Produktionsrückgang sieht die deutsche Stahlindustrie für das kommende Jahr wieder einen Hoffnungsschimmer. „Wir erwarten, dass sich die Stahlkonjunktur 2013 moderat aufhellen wird“, sagte der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Hans Jürgen Kerkhoff, am Montag in Düsseldorf. Voraussetzung für die Erholung sei jedoch eine Eindämmung der Euro-Staatsschuldenkrise und eine Wiederherstellung des Vertrauens auf den Märkten.

Für das zu Ende gehende Jahr 2012 rechnet der Branchenverband unverändert mit einem kräftigen Rückgang der Rohstahlproduktion um vier Prozent auf 42,5 Millionen Tonnen. Eine Prognose für das kommende Jahr will der Verband erst zum Jahreswechsel vorlegen. Trotz eines Rückgangs der Kapazitätsauslastung von 89 Prozent im vergangenen Jahr auf rund 85 Prozent im laufenden Jahr stehe die deutsche Stahlbranche im internationalen Vergleich noch gut da, sagte Kerkhoff. Weltweit liege die Nutzung der Kapazitäten derzeit bei unter 80 Prozent.

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Für 2013 erwartet die Branche ein Absatzplus. Es hätte aber größer ausfallen können.

Nach einem verhaltenen Start ins neue Jahr rechnet die Branche nun in der zweiten Jahreshälfte 2013 mit einem Anstieg der Investitionen in langlebige Wirtschaftsgüter. „Eine ähnliche Entwicklung erwarten wir auch für die Produktion der Stahlverarbeiter“, sagte Kerkhoff.

Die Beschäftigung unter den derzeit noch rund 90 000 Stahlkochern sei derzeit stabil. Anzeichen für eine Ausweitung der Kurzarbeit seien derzeit nicht zu erkennen, sagte Kerkhoff. Der größte deutsche Stahlkonzern ThyssenKrupp hatte ab August vor dem Hintergrund anhaltend schwacher Auftragseingänge Kurzarbeit eingeführt.

Erhebliche Risiken für den deutschen Stahlmarkt gingen jedoch von der schlechten Lage in weiten Teilen Europas aus. Bei der Jahrestagung „Stahl 2012“ beraten in dieser Woche am Donnerstag und Freitag rund 3000 Experten über Zukunftsaussichten und die Lage der Branche. Erwartet wird auch Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU).

Von

dpa

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