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03.01.2014

10:23 Uhr

McKesson-Übernahme

Celesio-Aktionäre wollen nichts hergeben

McKesson bietet den Aktionären von Celesio Milliarden für ihre Anteile. Das Angebot stößt bis jetzt aber kaum auf Gegenliebe. Es kommt aber häufig vor, dass Aktionäre bei Übernahmeprozessen sich lange zurückhalten.

Eine Mitarbeiterin des Pharmahändlers Celesio bestückt in der Firmenzentrale eine Kommissioniermaschine. Der US-Konzern McKesson will weitere Anteile von Celesio erwerben. dpa

Eine Mitarbeiterin des Pharmahändlers Celesio bestückt in der Firmenzentrale eine Kommissioniermaschine. Der US-Konzern McKesson will weitere Anteile von Celesio erwerben.

FrankfurtDie Aktionäre des Pharmahändlers Celesio lassen sich auch im neuen Jahr von der milliardenschweren Übernahmeofferte des US-Konzerns McKesson kaum locken. Bis Donnerstagnachmittag seien dem US-Pharmagroßhändler 634.968 Aktien angedient worden, teilte die McKesson-Gesellschaft Dragonfly im Internet mit. Dies entspreche rund 0,37 Prozent des Aktienkapitals. McKesson bietet 23 Euro je Celesio-Aktie. Vor rund einer Woche waren den Amerikanern im Rahmen ihres am 5. Dezember vorgelegten Kaufangebots 502.613 Celesio-Anteilsscheine angedient worden. Es kommt allerdings häufig vor, dass sich Aktionäre bei einem Übernahmeprozess bis kurz vor Ablauf der Frist zurückhalten.

McKesson muss bis zum 9. Januar mindestens 75 Prozent der Anteile und zweier Wandelanleihen eingesammelt haben, damit die Übernahme gelingt. Genau dies könnte sich aber als zu hohe Hürde herausstellen. Denn der amerikanische Hedge-Fonds Elliott hat sich mit einem Anteil von 22,7 Prozent - Wandelanleihen eingerechnet - bei Celesio eingekauft und verlangt eine höhere Offerte. Ohne die Schuldverschreibungen beläuft sich der Anteil auf 25 Prozent. Elliott droht damit, die Übernahme scheitern zu lassen, wenn McKesson das Angebot nicht aufstockt. Im Windschatten von Elliott dürften sich weitere Hedgefonds bei Celesio eingekauft haben, die ebenfalls auf eine höhere Offerte hoffen.

Die größten Pharmakonzerne nach Jahresumsatz

Platz 10

Teva (Israel)
20,3 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +/- 0 %

Pharma-Umsätze im Jahr 2013, Quelle: Unternehmen

Platz 9

Eli Lilly (USA)
21,0 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +1,9 %

Platz 8

Astra-Zeneca (Großbritannien)
25,7 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -8,1 %

Platz 7

Johnson & Johnson (USA)
28,1 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +10,9 %

Platz 6

Glaxo Smith Kline (Großbritannien)
33,5 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -1,3 %

Platz 5

Sanofi (Frankreich)
37,1 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -2,9 %

Platz 4

Merck (USA)
37,4 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -7,8 %

Platz 3

Roche (Schweiz)
39,0 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +3,9 %

Platz 2

Novartis (Schweiz)
47,5 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +1,6 %

Platz 1

Pfizer (USA)
47,9 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -6,5 %

Hinter die Übernahme hatte sich bereits der Celesio-Großaktionär Haniel gestellt. Der Duisburger Mischkonzern hält 50,01 Prozent der Anteile an den Stuttgartern. Aus dem Verkauf der Celesio-Anteile winken Haniel rund zwei Milliarden Euro. Damit wollen sich die Duisburger entschulden und anschließend mit kleineren Übernahmen breiter aufstellen.

Von

rtr

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