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03.03.2012

10:23 Uhr

Medienbericht

BDI erwartet für 2012 Außenhandelsplus

Das Jahr 2011 war für die deutsche Exportwirtschaft ein Rekordjahr. Allerdings nahm es mit einem kräftigen Minus im Dezember ein unschönes Ende. Für das Jahr 2012 prognostiziert Industrieverband BDI ein Plus

Eine Mitarbeiterin arbeitet in einem Werk in Friedrichshafen. dpa

Eine Mitarbeiterin arbeitet in einem Werk in Friedrichshafen.

Trotz des Dämpfers zum Jahresende wird der deutsche Außenhandel nach Ansicht des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) in den kommenden Monaten weiter zulegen. Die Stimmung in den Unternehmen habe sich seit der Jahreswende bereits gebessert, und 2012 sollen die Exporte um mehr als drei Prozent steigen, wie die Tageszeitung „Die Welt“ (Samstag) unter Berufung auf den noch unveröffentlichten Außenwirtschafts-Report des Verbands berichtet.

„Die Aussichten für die deutsche Exportindustrie werden besser“, sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Markus Kerber dem Blatt und fügte hinzu: „Für das Jahr 2012 erwarten wir einen Anstieg der Exporte von drei Prozent plus x.“

Der deutschen Exportwirtschaft war am Ende des Rekordjahres 2011 die Puste ausgegangen. Zwar überschritten die Ausfuhren nach Daten des Statistischen Bundesamts im vergangenen Jahr erstmals die Marke von einer Billion Euro. Sie kletterten gegenüber dem Vorjahr um 11,4 Prozent auf 1 060,1 Milliarden Euro. Im Dezember fielen die Exporte im Vergleich zum Vormonat aber überraschend deutlich. Im Monatsvergleich gingen sie nach den Angaben kalender- und saisonbereinigt um 4,3 Prozent zurück. Das war das kräftigste Minus seit Januar 2009, als die deutschen Exporte infolge der Lehman-Pleite binnen Monatsfrist um 6,5 Prozent eingebrochen waren.

Seit Ende vergangenen Jahres habe sich die Stimmung bei den Exporteuren allerdings wieder erheblich verbessert, schreiben die Autoren des Berichts laut „Welt“ weiter. Dazu trage die Einigung der Euro-Länder auf ein zweites Rettungspaket für Griechenland bei. Aber auch das überraschend kräftige Wachstum in den USA stimme die Unternehmen zuversichtlich. Der niedrige Wechselkurs des Euro helfe den deutschen Unternehmen zusätzlich beim Verkauf ihrer Güter ins Ausland.

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