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15.03.2012

02:54 Uhr

Medienbericht

BDI-Präsident kritisiert Regierungspolitik

Unternehmer hätten mehr von der schwarz-gelben Regierung erwartet, sagt BDI-Chef Hans-Peter Keitel laut Medienbericht. Er moniert die fehlende Steuerstrukturreform und vieles mehr. Er sieht aber auch Positives.

BDI-Chef Hans-Peter Keitel dpa

BDI-Chef Hans-Peter Keitel

Berlin Vor dem Treffen der Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft mit Kanzlerin Angela Merkel hat sich BDI-Chef Hans-Peter Keitel enttäuscht über die schwarz-gelbe Regierungspolitik gezeigt. Auch im dritten Jahr der schwarz-gelben Koalition lägen „im Prinzip die alten Probleme alle noch auf dem Tisch“, sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Wir Unternehmer haben uns mehr von dieser Regierung erwartet.“

Die radikalste Wirtschaftsreform der vergangenen Jahre, die Agenda 2010, habe Rot-Grün bewerkstelligt. Keitel monierte das Fehlen einer Steuerstrukturreform, die unzureichende Haushaltskonsolidierung und die verpasste Chance auf eine Reform der Sozialsysteme. Kritisch äußerte sich Keitel auch zum Management der Energiewende: „So, wie die Energiewende angelegt ist, ist die Gefahr groß, dass sie scheitert.“

Positiv bewertete er hingegen die Rolle Merkels in den Verhandlungen um die Euro-Rettung. Die Regierung habe hier unglaublich viel geleistet. „Der Respekt, den Angela Merkel im Ausland erhält, ist verdient.“ Enttäuscht äußerte sich Keitel zum Zustand der FDP: „Deren Lage tut mir wirklich weh.“ Bundeskanzlerin Merkel will sich an diesem Freitag in München mit den Präsidenten der Spitzenverbände der deutschen Industrie treffen.

Von

dpa

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

15.03.2012, 07:57 Uhr

Es ist wirklich nicht auszuhalten für die Unternehmer und Manager der Konzerne. Die Schwarz/Gelbe-Koalition hat nur den halben Weg geschafft. Es ist noch ein Rest der Mittelschicht vorhanden und nicht in den Niedriglohnsektor gezwungen. Die geforderte Leibeigenschaft wurde nicht geschaffen. Es ist nicht mehr auszuhalten für Konzerne in Deutschland. Wenn schon die Deutschen Bürger nicht zu Leibeigene gemacht werden können, dann sollte die Politik endlich den Weg freimachen für die uneingeschränkte Zuwanderung von Leibeigenen aus Indien, Asien und dem Nahen Osten. Dies wäre wenigstens ein kleines Trostpflaster für die Konzerne.

Realist

15.03.2012, 08:32 Uhr

Zitat"Positiv bewertete er hingegen die Rolle Merkels in den Verhandlungen um die Euro-Rettung. Die Regierung habe hier unglaublich viel geleistet" Zitatende.
Da scheint der Präsident des BDI den ESM Vertrag nicht gelesen zu haben und scheint auch nicht mitbekommen zu haben wie hier Verträge und Gesetze gebrochen wurden.
Merkel und Schäuble haben dem ESM einen Freibrief erteilt, mit dem Deutschland ausgesaugt werden kann und das auch noch ohne jegliche Möglichkeit des Eingriffs.
Einfach lachhaft sowas auch noch zu loben.

dyndre53

15.03.2012, 09:29 Uhr

Ja,ja, der Elfenbeinturm in dem diee Herren Strategen sitzen hat jetzt auch noch schalldichte Wände und Milchglasscheiben. Wie kann man den Leuten so einen gesagten Stuß zumuten im Stile des ZK und Politbüros der ehem.DDR. Die vielen Parallelen zu den ewig gestrigen der Kommunisten beim Auftreten, Redenschwingen und Handeln der heutigen Eliten macht mir mittlerweile richtig Angst! Aber auch Hoffnung, daß dieser Spuk bald vorbei ist!

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