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22.06.2014

14:47 Uhr

Medienbericht

BMW und Mercedes planen Werke in Mexiko

Die Konzernchefs halten sich noch bedeckt - die Expansionspläne liegen aber wohl schon in der Schublade. Sowohl BMW also auch Daimler planen neue Werke in Mexiko - angeblich auch wegen der dort niedrigeren Lohnkosten.

Laut „Manager Magazin“ sollen im neuen mexikanischen BMW-Werk die ersten Wagen noch Ende 2016, spätestens aber 2017 vom Band rollen. obs

Laut „Manager Magazin“ sollen im neuen mexikanischen BMW-Werk die ersten Wagen noch Ende 2016, spätestens aber 2017 vom Band rollen.

München/StuttgartDie deutschen Autobauer BMW und Daimler planen nach Medienberichten neue Werke in Mexiko. Der Münchner Autokonzern wolle seine 3er-Serie künftig im südlichen Nachbarland der USA produzieren, Daimler plane in Mexiko ein neues Werk für Kompaktwagen, berichtete das „Manager Magazin“ in seiner neuen Ausgabe. Ein BMW-Sprecher bestritt am Sonntag, dass es bereits eine konkrete Festlegung auf Mexiko gebe. Ein Sprecher des Stuttgarter Konzerns wollte die Angaben nicht kommentieren.

Laut „Manager Magazin“ sollen im neuen mexikanischen BMW-Werk die ersten Wagen noch Ende 2016, spätestens aber 2017 vom Band rollen. Der genaue Standort solle in den nächsten Wochen festgelegt werden, berichtet das Magazin unter Berufung auf Konzernkreise.

Der Daimler-Vorstand will dem Bericht zufolge das neue Mercedes-Werk in Aguascalientes in etwa zwei Wochen endgültig genehmigen. Gebaut werden sollten dort die nächste Generation des Coupés CLA und eine neue, von Mercedes bislang noch nicht angebotene Limousinenvariante der kompakten A-Klasse.

Die profitabelsten Autokonzerne der Welt

Platz 10

Fiat-Chrysler - 2,15 Milliarden Euro Gewinn im Jahr 2013

Durch die Fusion mit dem US-Autoriesen retten sich auch die Italiener in die Gewinnzone. Ohne Chrysler stünde unterm Strich ein Verlust von 188 Millionen Euro.

Platz 9

Nissan - 3,28 Milliarden Euro Gewinn

Die Japaner können beim Gewinn wieder leicht zulegen. Unterm Strich steht ein Plus von etwa zwei Prozent.

Platz 8

Ford - 4,2 Milliarden Euro Gewinn

Der operative Gewinn fällt bei Ford etwa sieben Prozent niedriger aus als im Vorjahr. Dabei haben die Amerikaner mit dem Pickup F-150 das meistverkaufte Auto in den USA in ihren Reihen.

Platz 7

General Motors - 4,68 Milliarden Euro Gewinn

Eine Rückrufserie erschüttert derzeit das Vertrauen der Amerikaner in ihren größten Autokonzern. 2013 war davon noch nichts zu spüren. Der operative Gewinn legt um 13 Prozent zu.

Platz 6

Honda - 4,87 Milliarden Euro Gewinn

Bei den Japanern sorgt der schwache Yen für Rückenwind im Export. Der operative Gewinn legt um satte 35 Prozent zu.

Platz 5

Hyundai/Kia - 7,16 Milliarden Euro Gewinn

Das koreanische Duo kann beim operativen Gewinn nicht an die Vorjahre anknüpfen. Bei Hyundai sinkt der operative Gewinn um ein Prozent, bei Kia sogar um zehn Prozent.

Platz 4

Daimler - 7,61 Milliarden Euro Gewinn

Beim Profit verpassen die Schwaben das Treppchen nur knapp. Vor allem weil der operative Gewinn bereinigt um den Verkauf der EADS-Aktien um 14 Prozent sinkt.

Platz 3

BMW - 7,99 Milliarden Euro Gewinn

Auch bei den Münchener fällt der operative Gewinn um drei Prozent niedriger aus. Das reich aber immer noch für die Bronzemedaille.

Platz 2

Volkswagen - 11,67 Milliarden Euro Gewinn

Im Zwölf-Marken-Reich des VW-Konzerns geht es auch beim Profit leicht nach vorne. Zwei Prozent Plus stehen markenübergreifend unterm Strich. Für die Spitzenposition reicht das nicht.

Platz 1

Toyota - 16,91 Milliarden Euro Gewinn

Beim Profit kann kein anderer Hersteller den Japanern das Wasser reichen. Im Jahr 2013 steigt der operative Gewinn von Toyota um satte 132 Prozent.

Quelle

Studie von Ernst & Young "Die größten Automobilhersteller weltweit" im April 2014.

Ein BMW-Sprecher betonte, bislang gebe es noch keine Entscheidung für Mexiko. Er räumte allerdings ein, dass BMW schon länger auf der Suche nach einem weiteren Produktionsstandort sei. „Wir haben auch immer gesagt, dass der NAFTA-Raum sehr interessant ist.“ Dem nordamerikanischen Freihandelsabkommen NAFTA gehören die USA, Kanada und Mexiko an. „Wo das neue Werk errichtet wird, ist aber noch nicht entschieden“, fügte der Sprecher hinzu.

Auch ein Sprecher des Stuttgarter Konzerns wollte zu dem Bericht nicht Stellung nehmen. Sollte der Erfolg mit den kompakten Baureihen nachhaltig sein und das Interesse auch in anderen Märkten groß, seien neue Standorte durchaus denkbar. In Mexiko habe das Unternehmen mit der Produktion von Lastwagen und Omnibussen gute Erfahrungen gemacht.

Daimler-Chef Dieter Zetsche hatte im Februar erklärt, der Autobauer plane wegen der großen Nachfrage nach seinen Kompaktwagen ein neues Werk. Details blieben damals aber unklar. Dem Bericht zufolge dockt Mercedes in Aguascalientes an ein Werk des Partners Nissan an, mit dem Daimler die nächste Generation seiner Kompaktreihe entwickle. Die japanische Renault-Tochter werde auch in dem neuen Werk produzieren.

BMW hatte erst im März eine Erweiterung seines Werks in den USA bekanntgegeben. Wegen der steigenden Nachfrage nach sportlichen Geländewagen soll die Fabrik in Spartanburg in South Carolina bis Ende 2016 auf eine Produktionskapazität von 450.000 Autos erweitert werden. Das ist anderthalb mal so viel wie heute. Die Zahl der Mitarbeiter werde von 8000 auf 8800 steigen, hatte Konzernchef Norbert Reithofer angekündigt.

Von

dpa

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