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29.06.2012

09:08 Uhr

Medienbericht

Carl Zeiss verkauft Sicherheitsoptik-Sparte

Der Konzern will offenbar seine Militäroptik-Sparte veräußern. Damit machte das Technologieunternehmen zuletzt 160 Millionen Euro Umsatz. Einen Käufer aus dem Rüstungs- und Sicherheitsbereich soll es auch schon geben.

Das Firmengebäude von Carl Zeiss in Jena. dpa

Das Firmengebäude von Carl Zeiss in Jena.

DüsseldorfDer Technologiekonzern Carl Zeiss will sich einem Zeitungsbericht zufolge von seinem Geschäft mit Militär- und Sicherheitsoptik trennen. Die Sparte mit etwa 800 Beschäftigten und rund 160 Millionen Euro Umsatz solle an den Rüstungs- und Sicherheitsbereich Cassidian des EADS-Konzerns verkauft werden, berichtete die „Financial Times Deutschland“ am Freitag unter Berufung auf Branchenquellen. Das Blatt zitierte eine Cassidian-Sprecherin mit den Worten, die Unternehmen kooperierten seit längerer Zeit miteinander und befänden sich derzeit „in weiterführenden Gesprächen“. Auch ein Zeiss-Sprecher habe sich sinngemäß so geäußert.

Optik ist einer von mehreren Geschäftsbereichen der Carl Zeiss, zu denen unter anderem auch Medizin- und Messtechnik sowie Halbleitertechnologie zählen. Die Militär- und Sicherheitssparte Carl Zeiss Optronics stellt etwa Sichtgeräte, Aufklärungskameras und Justiersysteme für die Verteidigung zu Land, Wasser und in der Luft her sowie Sensortechnologien wie Wärmebildgeräte und Entfernungsmesser.

Nach zwei Rekordjahren hat die abgekühlte Nachfrage der Halbleiterindustrie negativ auf das Stiftungsunternehmen Carl Zeiss aus dem schwäbischen Oberkochen durchgeschlagen. Der Umsatz schrumpfte in der ersten Geschäftsjahreshälfte 2011/12 (Oktober bis März) um zwei Prozent auf 2,1 Milliarden Euro. Der Gewinn nach Steuern sank um ein Drittel auf 130 Millionen Euro.

Von

rtr

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