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03.07.2013

12:45 Uhr

Medienbericht

Chinesen könnten Peugeot retten

Erst Donnerstag hatte der angeschlagene Autobauer Peugeot den US-Konkurrenten General Motors um Unterstützung gebeten - was dieser ablehnte. Nun verdichten sich Hinweise, dass die chinesische Dongfeng einspringt.

Der Citroën Elysee ist das erste Gemeinschaftsauto von Dongfeng und Peugeot-Citroën in China. AFP

Der Citroën Elysee ist das erste Gemeinschaftsauto von Dongfeng und Peugeot-Citroën in China.

ShanghaiDer angeschlagene französische Autokonzern PSA Peugeot Citroën verhandelt einem Zeitungsbericht zufolge über einen Einstieg des chinesischen Partnerunternehmens Dongfeng. PSA-Verwaltungsratschef Thierry Peugeot setze „große Hoffnungen“ in Dongfeng Motor, mit dem PSA bereits ein Joint Venture hat, berichtete die staatlich gestützte chinesische Zeitung „21st Century Business Herald“ am Mittwoch. Beide Seiten stünden seit einiger Zeit in Kontakt miteinander, die Gespräche seien aber „sehr komplex“ und es gebe nur langsam Fortschritte, zitierte die Zeitung eine ungenannte Quelle. Der Ausgang der Verhandlungen sei derzeit noch unklar.

Einer weiteren Quelle zufolge gibt es auch noch keine Einigung über die mögliche Höhe einer Beteiligung. Dem Vorhaben müssten noch die Verwaltungsräte beider Unternehmen zustimmen. Ein Sprecher von Dongfeng wollte den Bericht nicht kommentieren. Die Sprecherin von PSA in China wies die Informationen als „Gerüchte“ zurück.

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Peugeot sendet SOS

Der französische Autobauer Peugeot braucht Geld. Die Absatzkrise hat große Löcher in die Kasse der Franzosen gerissen. Als wahrscheinlicher Retter käme der US-Autobauer General Motors in Frage - nur der ziert sich.

Erst am Donnerstag hatte die Nachricht für Aufruhr gesorgt, dass die Peugeot-Eigner, eine von nur drei verbleibenden europäischen Auto-Dynastien, einen Zusammenschluss mit General Motors (GM) vorantreiben wollen. Dafür sei die Familie sogar bereit, die Kontrolle an Europas zweitgrößtem Autobauer aufzugeben, hieß es. Derzeit hält sie 25,4 Prozent der Anteile und 38,1 Prozent der Stimmrechte. Die GM-Führung reagierte öffentlich zurückhaltend auf die Avancen aus Frankreich. „Wir haben im Moment nicht die Absicht, zusätzliches Geld in PSA zu investieren“, teilte ein Sprecher am Donnerstag mit. Die Amerikaner hatten im vergangenen Februar sieben Prozent der PSA-Anteile erworben.

PSA hat immense Absatzschwierigkeiten in Europa und schreibt rote Zahlen. Für Frankreich hatte PSA die Streichung tausender Stellen und die Schließung eines ganzen Werkes angekündigt. Für private Investoren sind die Hürden für einen Einstieg hoch. Immer noch übt der französische Staat indirekt Einfluss auf den Konzern aus. Im Aufsichtsrat sitzt auch Louis Gallois, Ex-EADS-Chef und Kommissar für staatliche Investition. Um die Staatsgarantie für die PSA-Bank zu beenden und die Gruppe wieder völlig selbstständig zu machen, müsste ein Investor viel Geld in die Hand nehmen.


Kommentare (5)

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Account gelöscht!

03.07.2013, 14:30 Uhr

Wenn die Franzosen die Chinesen bei einem französischen Unternehmen einsteigen lassen, dann muss denen das Wasser schon höher als bis zum Hals stehen.

Selbst GM hat schon abgewunken.


Erinnert sich noch jemand an die Story von Danone und PepsiCo vor ein paar Jahren?

Da kamen Gerüchte auf, Pepsi wollte Danone schlucken.

Die französische Regierung stellte Danone sofort unter den Schutzmantel 'strategisch wichtiger Unternehmen'.


Einen Joghurthersteller!


PS: Wann darf Siemens endlich Alstom übernehmen? Die haben immer noch eine Option darauf!

Numismatiker

03.07.2013, 14:52 Uhr

Und wieder setzen die Chinsesen den großen Patente-Staubsauger auf die europäische Wirtschaft an.

Account gelöscht!

03.07.2013, 15:13 Uhr

So wie bei Saab?

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