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17.07.2014

14:32 Uhr

Medienbericht

Daimler weitet Milliarden-Sparprogramm aus

Daimler plant offenbar zusätzlich zu dem bestehenden Sparprogramm weitere Maßnahmen. Dabei soll es um eine Kostensenkung von 3,5 Milliarden Euro jährlich gehen. Betroffen soll auch der Etat für die Modelle sein.

Weitere 3,5 Milliarden pro Jahr will Daimler einem Bericht im „Manager Magazin“ zufolge einsparen. dpa

Weitere 3,5 Milliarden pro Jahr will Daimler einem Bericht im „Manager Magazin“ zufolge einsparen.

StuttgartDer Autobauer Daimler plant einem Medienbericht zufolge ein weiteres Sparprogramm in Milliardenhöhe. Wie das „Manager Magazin“ am Donnerstag berichtete, wollen die Stuttgarter in der Autosparte die Kosten mittelfristig mindestens um weitere 3,5 Milliarden Euro jährlich drücken. Derzeit läuft bei Mercedes-Benz Cars bereits das Programm „Fit for Leadership“. Es soll bis Ende 2014 abgeschlossen sein und insgesamt rund 2 Milliarden Euro ausmachen.

Konzernchef Dieter Zetsche hatte bereits auf der Hauptversammlung im April angedeutet, die bestehenden Anstrengungen ausbauen zu wollen. Zu dem Bericht des Magazins wollten sich die Stuttgarter auf Anfrage aber nicht äußern. Ein Sprecher erklärte auf Anfrage lediglich, Spekulationen nicht zu kommentieren. „Fit for Leadership“ soll ihm zufolge 2015 voll im Ergebnis zu Buche schlagen.

Dem Blatt zufolge sollen durch das neue Programm vor allem die Fixkosten gedrückt und um etwa zwei Milliarden Euro jährlich gesenkt werden. Die übrige Summe will Zetsche demnach aus den Modelletat schneiden.

Daimler hinkt bei der Rendite derzeit hinter den Rivalen BMW und Audi hinterher. Die Schwaben wollen die Konkurrenz aber bis 2020 aber überholt haben.

Die zehn größten Autohersteller Europas

Platz 10

Nissan

Verkaufte Fahrzeuge: 0,35 Millionen (-2,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 9

Toyota

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus: 0,43 Millionen (- 2,0 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 8

Daimler

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart: 0,56 Millionen (+5,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 7

Fiat Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Fiat, Lancia/Chrysler, Alfa Romeo, Jeep: 0,62 Millionen (- 8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 6

BMW Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken BMW und Mini: 0,64 Millionen (+ 0,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 5

Ford

Verkaufte Fahrzeuge: 0,75 Millionen (-4,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 4

General Motors

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Opel, Vauxhall, Chevrolet, GM: 0,8 Millionen (- 5,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 3

Renault Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Renault, Dacia: 0,89 Millionen (+1,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 2

PSA Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroën: 1,11 Millionen (-10,3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 1

Volkswagen

Verkaufte Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat, Skoda: 2,49 Millionen (-2,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Quelle

Neben der Autosparte hat Daimler auch in anderen Bereichen den Gürtel enger geschnallt: Im Lkw-Bereich etwa sollen bis Ende 2014 insgesamt 1,6 Milliarden Euro gespart werden und auch beim konzerneigenen Niederlassungsnetz setzen die Schwaben den Rotstift an. 36 Autohäuser und Werkstätten sollen in Deutschland verkauft werden.

Daimler ist mit seinen Sparbemühungen nicht der einzige Autokonzern: Volkswagen hat angesichts der Renditeschwäche der Kernmarke VW-Pkw jüngst ebenfalls Milliardeneinsparungen angekündigt. VW-Chef Martin Winterkorn taxierte das schrittweise zu erreichende Sparziel zuletzt auf jährlich fünf Milliarden Euro von 2017 an. Auch Daimlers Erzrivale BMW will seine Kosten weiter deutlich senken.

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dpa

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