Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.01.2013

14:56 Uhr

Medienbericht

Daimler will Konzernchef Zetsche offenbar fünf weitere Jahre

Trotz zuletzt nur mäßiger Zahlen: Autobauer Daimler will offenbar an seinem Chef Dieter Zetsche auch bis weit in die Zukunft festhalten. Anfang Februar solle der Vertrag um fünf Jahre verlängert werden.

Hat gut Lachen: Daimler-Chef Dieter Zetsche soll Anfang Februar offenbar eine Vertragsverlängerung von fünf Jahren bekommen. dapd

Hat gut Lachen: Daimler-Chef Dieter Zetsche soll Anfang Februar offenbar eine Vertragsverlängerung von fünf Jahren bekommen.

Hamburg/Stuttgart Der Autokonzern Daimler will laut einem Medienbericht den Vertrag mit dem zuletzt unter Druck geratenen Vorstandschef Dieter Zetsche um fünf Jahre bis Ende 2018 verlängern. Einen entsprechenden Beschluss werde der Daimler-Aufsichtsrat bei seiner Sitzung am 6. Februar fassen, berichtete das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ am Sonntag.

Zuvor hatte es Spekulationen gegeben, Zetsche solle den Spitzenposten nur für drei weitere Jahre bekommen.

Zetsche ist seit Januar 2006 Vorstandschef bei Daimler. Sein Vertrag läuft zum Jahresende aus. Er war in die Kritik geraten, weil der Stuttgarter Autohersteller den Konkurrenten Audi und BMW derzeit hinterherfährt. Daimler hat für 2012 zwar einen Absatzrekord vermeldet, vor allem die Rentabilität der Ertragsperle Mercedes-Pkw lässt zu wünschen übrig. Ab 2013 soll sie wieder dauerhaft eine Rendite von zehn Prozent abwerfen. Zuletzt war die operative Marge der Sparte von 8,0 auf 6,4 abgerutscht. Konkurrent Audi verdient fast doppelt so viel.

Insgesamt rechnet Zetsche für das laufende Jahr mit einem operativen Ergebnis von ungefähr acht Milliarden Euro, was knapp neun Prozent weniger wären als im Vorjahr. Die Schwaben wollen mit einem milliardenschweren Sparprogramm gegensteuern. 

Die größten Autohersteller in Europa

Platz 10

Nissan - 239.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Im Vergleich zum Vorjahr büßen die Japaner Marktanteile ein. Die Zahl der Neuzulassungen schrumpfte um drei Prozent.

Platz 9

Toyota - 295.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Weltweit gehören die Japaner zu den größten Autokonzernen. In Europa stagnieren die Absätze allerdings. Im Vergleich zum Vorjahr wurden ein Prozent weniger Neuwagen verkauft.

Platz 8

Daimler - 349.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Der deutsche Premiumhersteller kann sich freuen: Als einziger Hersteller in der europäischen Top Ten verkauften die Stuttgarter mehr Autos als im Vorjahr. Die Verkäufe legten um ein Prozent zu.

Platz 7

BMW - 421.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Trotzdem kann BMW die Premiumkrone auch in Europa behaupten. Die Münchner verkauften zwar ein Prozent weniger Neuwagen als im Vorjahr - doch das ist immer noch besser als die Konkurrenz.

Platz 6

Fiat - 456.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Die Sorgenfalten von Fiat-Chef Sergio Marchionne dürften zunehmen. Mit einem Minus von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr befinden sich die Italiener in einer der tiefsten Absatzkrisen der Unternehmensgeschichte.

Platz 5

Ford - 533.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Auch für den US-Autobauer, dessen größtes Werk in Europa nördlich von Köln liegt, sind die Verkäufe in Europa eingebrochen. 11 Prozent weniger Fahrzeuge wurden an den Mann gebracht.

Platz 4

General Motors - 573.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Die Zahlen sind besorgniserregend. So besorgniserregend, dass zuletzt auch Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke gehen muss. In Europa brachen die Verkäufe des US-Riesen im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent ein.

Platz 3

Renault - 583.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Noch schlimmer trifft es den französischen Autoriesen Renault. Satte 17 Prozent weniger Autos konnten die Franzosen im ersten Halbjahr absetzen. Die Regierung denkt bereits über Staatshilfen für die angeschlagene heimische Autoindustrie nach.

Platz 2

Peugeot/Citroën - 827.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Auch der größte französische Autobauer klagt über Absatzprobleme und kündigte zuletzt an, 8000 Stellen streichen zu wollen. Im ersten Halbjahr schrumpften die Verkäufe um 14 Prozent.

Platz 1

Volkswagen - 1,66 Millionen Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Es ist einsam an der Spitze: Die Wolfsburger deklassieren die Konkurrenz um längen. Im schwierigen europäischen Massenmarkt verliert Volkswagen zwar ein Prozent - doch insgesamt nehmen die Marktanteile zu.

Ein Daimler-Sprecher sagte, der Konzern kommentiere grundsätzlich keine Angelegenheiten des Aufsichtsrats, der über die Besetzung der Vorstandsspitze zu entscheiden hat. Es sei aber normal, dass ein Vertrag für den Konzernchef bei der ersten Bestellung über drei Jahre und bei der zweiten Bestellung über fünf Jahre laufe.

Von

dapd

Kommentare (10)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

13.01.2013, 15:31 Uhr

Die haben in Sifi wohl Lust am Untergang bekommen...sonst würden sie den Z mit ein Fußtritt verabschieden.
Fragt lieber mal beim Wendelin nach - der hat bewiesen, wie man aus einem völlig kranken Gaul ein reinrassiges Rennpferd bastelt.

heinz

13.01.2013, 16:02 Uhr

......das kann doch wohl nicht wahr sein! Diese bisher größte Null im Vorstand weiter zu beschäftigen. Ist es doch eine Bestätigung, daß dieser Mann in diesem Laden auf eine Ebene angekommen ist, die besagt, Renault, Nissan und jetzt ganz neu China ist uns Recht. Also machen wir in dieser Klasse weiter, so sagt sich Z. Dann sollte jetzt sofort die Antwort auf die Frage gegeben werden, China doch ganz reinzunehmen, und die Übernahme durch die Chinesen durchzuführen. Das wär doch was. Man fragt sich nur, was für ein Vorstand in diesem Laden das Sagen hat. Aber er ist demnach genau so unfähig, wie die gesamte Führung in dieser Firma. Es fällt mir schwer, noch weitere Worte in dieses Firmen-Drama zu investieren. Mögen doch die Kunden langsam aufwachen, und sich zu diesem Zustand zu äußern.

HB-Leser

13.01.2013, 16:03 Uhr

Fünf Jahre? Wird knapp aber kann klappen, den Laden endgültig kaputt zu machen. Zetsche jetzt aber ran ans Werk!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×