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05.07.2012

13:07 Uhr

Medienbericht

Exxon Mobil prüft Verkauf von Esso-Tankstellen

Der Ölriese erwägt den Verkauf seines deutschen Tankstellennetzes Esso. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Kreise. Durch den Verkauf würde der Konzern gut eine Milliarde Euro einnehmen.

Exxon Mobil CEO Rex W. Tillerson treibt den Verkauf des Tankstellennetzes voran. Reuters

Exxon Mobil CEO Rex W. Tillerson treibt den Verkauf des Tankstellennetzes voran.

Irving, HamburgExxon Mobil will sich nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg von seinem deutschen Tankstellennetz trennen. Es werden derzeit Hintergrundgespräche über den Verkauf der deutschen Esso-Tankstellen geführt, wie mit den Verhandlungen vertraute Personen sagten. Exxon ist der größte Ölkonzern der Welt.

Ein Verkauf der Tochter Exxon Mobil Central Europe Holding mit Sitz in Hamburg, die mehr als 1100 Tankstellen unter der Marke Esso in Deutschland betreibt, soll Exxon Mobil mehr als eine Mrd. Euro einbringen, wie zwei der informierten Personen sagten. Exxon spreche derzeit in einem frühen Stadium mit mehreren Seiten, darunter zwei oder drei Interessenten aus Russland oder Osteuropa. Eine endgültige Entscheidung über den Verkauf ist bei Exxon aber nicht getroffen worden, wie es weiter hieß.

Exxon-Vorstandschef Rex Tillerson hat sich in den vergangenen vier Jahren von nahezu einem Drittel der Tankstellen im Besitz des US-Konzerns getrennt. Verkauft wurden dabei insbesondere Netze in Ländern mit rückläufiger oder stagnierender Kraftstoffnachfrage.

Tillerson setzt stattdessen vermehrt auf das lukrativere Fördergeschäft und die Chemie. Mit Stand vom Dezember 2011 besaß oder betrieb Exxon auf Leasingbasis 7753 Tankstellen. Zum Jahresende 2007 waren es noch 11.446.

Im Jahre 2010 verkaufte Exxon Mobil das Vertriebsnetz in Österreich an den italienischen Marktführer Eni, der damit 135 Tankstellen erhielt. Im März 2011 wurde das Tankstellengeschäft in Argentinien einschließlich einer Raffinerie an die Bridas verkauft, an der China National Offshore Oil beteiligt ist.

Die deutsche Tochter erzielte im Jahre 2011 bei einem Umsatz von 12,8 Milliarden Euro einen operativen Gewinn von 856 Millionen Euro, wie aus Daten von der Webseite des Unternehmens hervor geht. Neben der Rohöl- und Gasförderung und dem Betrieb von Raffinerien werden demnach 1.103 Tankstellen betrieben. Unternehmenssprecherin Gabriele Radke wollte sich zu den Informationen auf Nachfrage nicht äußern.

Von

dpa

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