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12.10.2012

20:24 Uhr

Medienbericht

Fusion von Opel und Peugeot ist eine Option

Ende Oktober sollen Ergebnisse über die geplante Kooperation von General Motors und dem französischen PSA-Konzern vorliegen. Ein mögliches Ergebnis macht bereits die Runde: Eine komplette Fusion von Opel und Peugeot.

Ein Peugeot 208 auf einer Automesse. Reuters

Ein Peugeot 208 auf einer Automesse.

ParisDer Opel-Mutterkonzern General Motors erwägt Kreisen zufolge eine Fusion des deutschen Herstellers mit der Autosparte von PSA Peugeot Citroen. Mehrere Vorschläge seien in der Diskussion, sagte mit den Planungen Vertraute am Freitag. Diese hätten ein Verkauf von Opel an Peugeot, den Kauf der Automobilsparte der Franzosen oder der Zusammenschluss aller Sparten in eine neue Gesellschaft eingeschlossen, erläuterte ein Insider. Ziel seien Kostensparungen. Die Beratungen befänden sich aber noch im Anfangsstadium.

Die französische Internetzeitung La Tribune hatte zuvor berichtet, beide Konzerne arbeiteten an einem Plan für ein Gemeinschaftsunternehmen. Beide Firmen wollten sich zu dem Bericht nicht äußern. Ein PSA-Sprecher sagte lediglich, das Unternehmen konzentriere sich auf Arbeitsgruppen, die bis zum Ende des Monats Vorschläge für gemeinsame Fahrzeugprogramme mit GM unterbreiten sollten. Die Fusionsidee könnte eine Interpretation der gesammelten Vorschläge sein. Die GM-Aktie verlor in New York rund ein Prozent. Das Peugeot-Papier legte 2,3 Prozent zu.

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Opel leidet besonders unter der europäischen Krise und hat seit Jahresanfang mehr als eine halbe Milliarde Dollar Verlust angehäuft. Zuletzt ordnete die GM-Tochter Kurzarbeit an. Wegen der hohen Arbeitslosigkeit in Südeuropa verkauft das Unternehmen dort kaum noch Autos. In Deutschland sinkt der Marktanteil.

GM und Peugeot hatten im Februar ein Bündnis angekündigt und das Ziel ausgegeben, zusammen jährlich zwei Milliarden Dollar einzusparen. Im März kaufte GM für 320 Millionen Euro einen siebenprozentigen Anteil an dem französischen Konzern, dessen Anteilscheine seitdem deutlich an Wert verloren.

Das Opel-Management verhandelt derzeit mit der IG Metall über eine Sanierung des Autobauers. Die Gewerkschaft forderte vor Bekanntwerden des Berichtes eine langfristige Zukunftsperspektive für die Opel-Standorte und den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen über das Jahr 2016 hinaus.

Die IG Metall dringt auf eine Einigung bis zum 26. Oktober. Fünf Tage nach diesem Termin will GM seine mit Spannung erwarteten Geschäftszahlen für das dritte Quartal vorlegen. Der 31. Oktober ist außerdem der letztmögliche Termin, bis zu dem die Opel-Geschäftsführung die Auszahlung der branchenweit ausgehandelten 4,3-prozentigen Lohnerhöhung stunden kann. Gibt es bis dahin keine Einigung, muss gezahlt werden. Die Unternehmensseite steht daher unter Zeitdruck.

Kommentare (14)

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12.10.2012, 19:16 Uhr

@Germanenhengst
ganz genau so ist es - nur die deutschen Politer leben mit der Einbildung, daß wir uns alle lieb haben. Wo der Deutsche einen Stein für das sogenannte europäische Haus, setzt, nimmt ein anderes Land zwei Steine heraus.

MikeM

12.10.2012, 19:18 Uhr

Den Franzosen ist nicht zu trauen. Da Peugeot / Citroen technologisch völlig im Hintertreffen sind verleiben sie sich nun die Opel-Technik ein.

Vicario

13.10.2012, 00:47 Uhr

Opel in Französischer Hand ist das sichere Ende von Opel. Wer bei Franzosen landet ist zwangsläufig tot : siehe Übernahmen von SABA, DUAL,NORDMENDE,TELEFUNKEN,SEL,AEG, u.s.w. Franzosen sind Bürokraten und arrogante Staatswirtschaftler, zudem noch dämlich und technisch unterentwickelt !

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