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27.06.2012

09:09 Uhr

Medienbericht

Kartellamt ermittelt gegen Sportartikler

Nachdem Adidas den Verkauf über Amazon und Ebay gestoppt hat, zogen andere Hersteller wohl unmittelbar nach. Nun knöpft sich das Kartellamt die Branchengrößen vor.

Adidas will seine Produkte künftig nicht mehr über Amazon und Ebay verkaufen. Reuters

Adidas will seine Produkte künftig nicht mehr über Amazon und Ebay verkaufen.

HamburgDas Bundeskartellamt prüft Beschwerden gegen mehrere Sportartikel-Hersteller, die ihre Lieferungen an Online-Händler wie Amazon und Ebay gestoppt haben sollen. Wie "Financial Times Deuschland" berichtete, läuft bereits ein Verfahren gegen den japanischen Laufschuh-Anbieter Asics. Gegen den deutschen Branchenriesen Adidas liegen demnach Beschwerden vor, und auch gegen die US-Firma Nike könnte demnächst ermittelt werden. Das Kartellamt vermutet demnach, dass es durch geänderte Lieferregeln für Online-Händler zu Einschränkungen im Wettbewerb kommt.

Umsatzkönige im deutschen Sportmarkt

Runners Point

Sieben Prozent mehr als in 2010, und somit 155 Millionen Euro setzte Runners Point in 2011 um.

Globetrotter

Der Outdoor-Ausrüster konnte seine Umsätze von 2010 auf 2011 um 9 Prozent steigern. Rund 250 Millionen Euro setzte Globetrotter im letzten Jahr um.

Karstadt

Rund 440 Millionen Euro nahm Karstadt 2011 im Sportbereich ein. Im Vergleich zu 2010 sind das drei Prozent weniger.

Kaufhof

Auch in der Sportabteilung von Kaufhof gingen die Umsätze zurück. Sie schrumpften von 2010 auf 2011 um sechs Prozent. Mit 500 Millionen Euro macht das Unternehmen unter den Sporthändlern dennoch den dritten Platz.

Sport 2000

Rund 1,49 Milliarden Euro setzte Sport 2000 im letzten Jahr in Deutschland um. Das sind drei Prozent weniger als noch in 2010.

Intersport

Vier Prozent weniger als in 2010 hat Intersport im vergangenen Jahr umgesetzt. Mit 2,7 Milliarden Euro ist das Unternehmen aber immer noch mit großem Abstand an der Spitze.

Sonstige

Die übrigen Sporthändler machten insgesamt zwei Prozent Umsatz weniger als in 2010 und landen zusammen bei 2,34 Milliarden Euro.

"Uns liegen verschiedene Beschwerden vor", sagte ein Sprecher des Bundeskartellamts der "FTD". Dabei gehe es auch um geplante Änderungen bei dem Unternehmen Adidas, das kürzlich bestätigt hatte, künftig keine Händler mehr zu beliefern, die ihre Ware in offenen Plattformen wie Amazon oder Ebay weiterverkaufen. Asics verfährt offenbar ebenso, und nach Informationen der Zeitung plant auch Nike neue Lieferregeln für Händler, die über Internet-Plattformen weiterverkaufen. Amazon sei kein von Nike autorisierter Händler, sagte ein Sprecher des Herstellers der "FTD".

Von

afp

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