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15.10.2011

11:38 Uhr

Medienbericht

Norweger wollen grünen Strom aus Deutschland

Spitzen in der Produktion von Strom aus Windkraft sorgen in Deutschland regelmäßig für Turbulenzen im Stromnetz. Die überschüssige Energie kann hierzulande kaum gespeichert werden. Die Norweger wollen Abhilfe schaffen.

Ein Windkrafttechniker justiert ein Messgerät auf einem Windkraftrad. dpa

Ein Windkrafttechniker justiert ein Messgerät auf einem Windkraftrad.

dpaDer norwegische Stromkonzern Stratkraft will künftig überschüssigen „grünen“ Strom aus Deutschland in norwegischen Stauseen speichern. „Deutschland wird mit Windrädern oder Solaranlagen oft mehr Strom produzieren, als das Land verbraucht. Wir können diesen Überschussstrom speichern, indem wir mit elektrisch betriebenen Pumpen Wasser in unsere Stauseen hinaufbefördern“, sagte Stratkraft-Vorstandsmitglied Steinar Bysveen der „WirtschaftsWoche“. Er fügte hinzu: „Herrscht in Deutschland Windstille, lassen wir das Wasser wieder ab und treiben Turbinen und Generatoren an.“

Bis 2020 benötigt Deutschland für seinen Ökostrom laut Blatt neue Speicher mit einer Leistung von sieben Gigawatt (GW) - doppelt so viel wie heute. Bysveen: „Wir können dem Ausland bis zu 20 GW Leistung liefern, allein mit bestehenden Wasserkraftwerken. Wenn wir stärkere Generatoren installieren und die Stauseen zu Pumpspeicherkraftwerken aufrüsten, steigt die Leistung noch deutlich. Und das wären überschaubare Investitionen.“ Deutschlands überschüssiger Strom solle durch die Nordsee nach Norwegen geleitet werden.

Von

dpa

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