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22.01.2007

13:12 Uhr

Medienbericht

Rennpappe aus Japan

Toyota will sich mit einem neuen Billigauto neue Kundengruppen erschließen. Dazu will der japanische Autobauer seine Produktionskosten senken und „extrem kostengünstige Materialien“ einsetzen. Das Vorbild kommt zwar nicht aus der DDR, aber aus Rumänien.

Der Preis des neuen Billigautos soll in Deutschland unter 7200 Euro liegen. Foto: dpa Quelle: dpa

Der Preis des neuen Billigautos soll in Deutschland unter 7200 Euro liegen. Foto: dpa

HB LONDON/NEW YORK. Der japanische Autobauer Toyota will seine Produktionskosten deutlich senken und ein eigenes Billigauto entwickeln. „Wir denken an eine wirklich extrem kostengünstige Art der Konstruktion mit extrem kostengünstigen Materialien, die wir - falls nötig - selbst entwickeln werden“, sagte Toyota-Chef Katsuaki Watanabe der „Financial Times“. Der Preis des neuen Fahrzeuges solle mindestens unter dem des Modell Logan der rumänischen Renault-Tochter Dacia liegen. Der Logan wird als 5000-Euro-Auto in verschiedenen osteuropäischen Ländern, in Südamerika und Afrika angeboten, in Deutschland beispielsweise ab rund 7200 Euro.

Ziel sei es aber nicht, ein reines Billigauto zu produzieren, sagte Watanabe weiter. Toyota wolle jeden Schritt im Produktionsprozess überprüfen, um die Herstellungskosten für das neue Modell zu senken. Die Ergebnisse sollten dann in die gesamte Toyota-Modellpalette einfließen.

Zugleich wies Watanabe Spekulationen um eine mögliche enge Zusammenarbeit mit dem US-Wettbewerber Ford zurück. Bei dem Treffen mit Ford-Chef Alan Mulally Ende Dezember habe Toyota nichts Spezifisches besprochen. Toyota sei aber offen für Gespräche mit Ford, General Motors (GM) und Daimler-Chrysler, „falls es irgendeine Möglichkeit gibt, eine für beide Seiten gewinnbringende Beziehung zu begründen“, sagte Watanabe weiter.

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