Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.04.2012

10:15 Uhr

Medienbericht

Sony streicht 10.000 Stellen

Kazuo Hirai fackelt nicht lange: Der neue Sony-Chef will laut einem Zeitungsbericht 10.000 Stellen streichen. Solche Massenentlassungen hat der Elektro-Riese schon einmal durchgezogen – mit mäßigem Erfolg.

Bei Sony müssen wohl viele Mitarbeiter gehen. dpa

Bei Sony müssen wohl viele Mitarbeiter gehen.

TokioDer neue Sony-Chef Kazuo Hirai will den defizitären Elektronikriesen offenbar mit einem Job-Aderlass sanieren. Rund 10.000 Stellen sollen gestrichen werden, berichtete die japanische Zeitung „Nikkei“ ohne Quellenangabe am Montag. Das seien rund sechs Prozent der Gesamtbelegschaft.

Das Unternehmen hat bereits Ende 2008 in der Finanzkrise den Abbau von 16.000 Arbeitsplätzen angekündigt. Das hatte ihm aber nicht zurück in die Gewinnzone verholfen. Für das Ende März abgelaufene Geschäftsjahr erwartet das Management einen Nettoverlust von umgerechnet 2,07 Milliarden Euro, das vierte Minus in Folge. Hirai hatte den Chefposten zu Monatsbeginn von Howard Stringer übernommen. Am Donnerstag will er seine Geschäftsstrategie vorstellen.

Der Zeitung zufolge ist bislang noch unklar, wie sich der Stellenkahlschlag auf In- und Ausland aufteilt. Es hieß lediglich, die Hälfte der Streichungen solle durch die Trennung von Chemie-Aktivitäten sowie Geschäften mit kleinen und mittelgroßen Flüssigkristallbildschirmen (LCD) geschehen.

Im vergangenen Monat hatte Sony angekündigt, einen Teil der Chemie- und Teiletochter, die Filme und Klebemittel für Fernsehgeräte, Kameras und Handys herstellt, an die staatlich kontrollierte Development Bank of Japan zu verkaufen. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern sein Geschäft mit Klein-LCDs mit denen der heimischen Konkurrenten Toshiba und Hitachi zusammengeführt.

Negativ-Trend hält an: Minuszeichen an der Börse in Tokio

Negativ-Trend hält an

Handel startet mit Verlusten

Der negative Trend der letzten Woche setzt sich fort.

Das Blatt berichtete ferner, dass die sieben Mitglieder des Vorstands auf den Bonus für das vergangene Jahr verzichten soll. Das gelte auch für den früheren Konzernchef Stringer, der mittlerweile der Vorsitzende des Verwaltungsrats ist. Sony wollte sich zu dem Bericht nicht äußern.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×