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30.07.2013

10:22 Uhr

Medienberichte

Siemens verhandelt mit Löscher

Peter Löscher hat den Streit um den Siemens-Chefsessel verloren. Jetzt soll er mit dem Unternehmen über eine „einvernehmliche Trennung“ verhandeln. An der entscheidenden Aufsichtsratssitzung nimmt er nicht teil.

Handelsblatt-Experte: Was bei Siemens schief läuft

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München
Der vor der Ablösung stehende Siemens-Chef Peter Löscher verhandelt mit dem Unternehmen über eine „einvernehmliche Trennung“, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet. Das würde dem Aufsichtsrat die für diesen Mittwoch vorgesehene Abwahl Löschers ersparen, hieß es am Dienstag. Siemens wollte sich dazu zunächst nicht äußern.

An der entscheidenden Aufsichtsratssitzung am Mittwochvormittag wird Löscher nach Informationen des Wall Street Journal Deutschland nicht teilnehmen. „Herr Löscher hat abgesagt und eine schriftliche Stimmbotschaft beantragt“, zitiert die Nachrichtenseite einen Aufsichtsrat.

Löscher war nach einer Reihe von Misserfolgen und zuletzt einer neuerlichen Gewinnwarnung massiv unter Druck geraten. Am Wochenende verständigte sich der Siemens-Aufsichtsrat mehrheitlich auf seine Ablösung. Sein Nachfolger wird nach aller Voraussicht Siemens-Finanzvorstand Joe Kaeser.

Nach Informationen des Handelsblatts aus Industriekreisen hätte Löscher bereits am vergangenen Samstag abgesetzt und durch Kaeser ersetzt werden können. Ex-Deutsche-Bank-Chef Ackermann und Aufsichtsratsvize habe aber die kurzfristige Ansetzung einer Aufsichtsratssitzung verhindert. „Ackermann hat alles blockiert“, so auch ein Siemens-Manager. Er habe sich auch gegen Kaesers Aufstieg zum Vorstandschef gestemmt, da der Finanzchef Mitverantwortung an den Ereignissen Trage. Die Folge: einige Tage Machtvakuum.

Kommentare (1)

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matthias.mieth

30.07.2013, 17:13 Uhr

Schon im aktuellen manager magazin, Ausgabe 8 | 2013, S. 37 ff., "Hall of Shame" wurde Peter Löscher abserviert.

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