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10.06.2013

11:17 Uhr

Medienberichte

Stellenabbau bei Michelin?

Der französische Reifenhersteller plant wohl den Abbau von 700 Stellen. Die offizielle Bestätigung steht noch aus. Der Schritt wäre Teil eines selbst auferlegten Sparprogramms.

Die Mitarbeiter der Michelin-Filiale in Clermont-Ferrand fürchten um ihre Arbeitsplätze. AFP

Die Mitarbeiter der Michelin-Filiale in Clermont-Ferrand fürchten um ihre Arbeitsplätze.

ParisDer französische Reifenhersteller Michelin berät mit den Gewerkschaften über die nächste Sparrunde angesichts der andauernden Auto-Krise. Französische Medien berichteten am Montag von 700 Stellen, die dem Rotstift zum Opfer fallen würden. Der Continental-Rivale wollte die Pläne zunächst nicht bestätigten. Eine Michelin-Sprecherin sagte dazu, die Pläne würden den Gewerkschaften derzeit vorgestellt. Oberste Priorität habe zunächst die Information der Arbeitnehmervertreter. Danach werde es eine offizielle Mitteilung geben.

Unter anderem in der Zeitung „Les Echos” war die Rede davon, dass Michelin die Reifenproduktion für Lkws am Standort Joue-les-Tours in Zentralfrankreich dichtmacht. Dort sollen 700 Stellen wegfallen, 226 Mitarbeitern würden Jobs in anderen Bereichen angeboten.

Die Sanierungspläne von Opel

Der „Deutschland-Plan“

Das Opel-Management hatte seine Absichten für das Werk Bochum bereits im Juni in einem „Deutschland-Plan“ skizziert, der die Grundlage der Sanierung des verlustreichen Herstellers sein soll. Die Eckpunkte haben sich seitdem kaum verändert. Hier die wichtigsten Bestandteile.


Werk in Bochum schließt

Mit dem Verlegung der aktuellen Generation des Familien-Vans Zafira nach Rüsselsheim endet die Fahrzeugproduktion im Traditionswerk Bochum Ende 2014. Erhalten wird nur ein Warenverteilzentrum.

Bessere Auslastung für andere Werke

Die übrigen Opel-Werke könnten durch die Produktion für andere Automarken, etwa die Schwester Chevrolet, besser ausgelastet werden.

Hoffnung auf Nischenmodelle

Nischenmodelle wie der Mini-SUV Mokka oder der Kleinwagen Adam sollen zusätzlichen Absatz bringen.

Neue Märkte erschließen

Über den Mutterkonzern General Motors will Opel wachsende Auslandsmärkte wie Russland oder die Türkei besser erschließen.

Sparen dank Kooperation

In der Zusammenarbeit mit dem Partner PSA Peugeot Citroën will GM für Opel Spareffekte nutzen, etwa in der Konstruktion oder womöglich sogar beim Bau von Fahrzeugen.

Wegen der konjunkturell bedingten Absatzkrise auf dem europäischen Automarkt haben viele Firmen, ob Hersteller oder Zulieferer, Sparprogramme aufgelegt. Michelin hatte im April angedeutet, sollte keine baldige Besserung der Marktsituation eintreten, müssten weitere Schritte geprüft werden.

Von

rtr

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