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11.10.2012

14:25 Uhr

Medienberichte

VW-Billigmarke könnte 2015 kommen

Eine echte Billigmarke ist aus Sicht vieler Autoexperten der letzte fehlende Mosaikstein im Marken-Imperium von VW. Laut einem Medienbericht nehmen die Wolfsburger das Großprojekt nun konkret in Angriff.

VW will nun anscheinend auch im Low-Budget-Segment angreifen. dpa

VW will nun anscheinend auch im Low-Budget-Segment angreifen.

WolfsburgEuropas größter Autobauer Volkswagen schiebt nach Informationen der Zeitschrift „Auto Bild“ die Gründung einer neuen Billigmarke bis Mitte 2015 an. Der Konzern habe einen konkreten Fahrplan für drei sogenannte Low-Budget-Modelle, berichtet das Blatt in seiner aktuellen Ausgabe (Freitag). Demnach könnten die Varianten Limousine, Kombi und Mini-Van in drei Jahren zu Preisen zwischen 6.000 und 8.000 Euro auf den Markt kommen. Auch in Europa sei die Einführung eines in China oder Indien gebauten Mini-Wagens denkbar - hier ist vor allem französische Rivale Renault mit seinem Ableger Dacia aktiv.

VW betonte, man untersuche laufend den Einstieg in interessante Fahrzeug-Segmente und mögliche neue Märkte. „Natürlich gibt es Prüfungen. Es gibt aber keinerlei Entscheidung“, hieß es zu den von „Auto Bild“ genannten Überlegungen zum dritten Quartal 2015.

Dem Bericht zufolge sollen in den Niedrigpreis-Autos wohl etwas ältere Motoren zum Einsatz kommen, die aber dennoch die EU-Abgasnorm erfüllen. Um die Anschaffungskosten gering zu halten, verzichte VW vermutlich auf Ausstattungen wie Kopfairbags oder eine Klimaanlage. Anstelle des neuen Modularen Querbaukastens greife der Konzern zudem auf die ältere und bereits abgeschriebene Plattform-Technik zurück.

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Ein echtes Billigauto ist nach Einschätzung vieler Marktbeobachter genau das, was dem VW-Konzern mit seinen mittlerweile zwölf Marken noch fehlt. Bisher war zum Ausgleich dieser Schwäche jedoch vorrangig von Schwellenländern wie Indien oder Brasilien als Zielgebieten die Rede. Ein Vertrieb in Europa, wo auch der südkoreanische Konkurrent Hyundai/Kia, Fiat und die Franzosen kräftig mitmischen, wäre neu.

VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh unterstützt das Vorhaben des Vorstands, ein „Low Budget Car“ zu entwickeln: „Wir brauchen für die Schwellenländer ein günstiges Auto unterhalb des VW Up“, sagte er dem „Handelsblatt“. Bis zum Ende dieses Jahres solle der Konzernspitze ein entsprechendes Konzept vorgelegt werden.

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Volkswagen erwägt schon länger den Schritt ins Billig-Segment - auch weil die Kooperation mit dem japanischen Kleinwagen-Spezialisten Suzuki als zerrüttet gilt. Ursprünglich hatten die Wolfsburger von der starken Position des Partners in Südostasien und vor allem Indien profitieren wollen. Dort ist Suzuki mit der Marke Maruti erfolgreich.

Von

dpa

Kommentare (8)

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kleinfeldt

11.10.2012, 14:37 Uhr

Mit anderen Worten, VW baut alte Vorgängermodelle für ca. 16000 DM! Richtig ist der Automarkt bricht gerade zusammen. Die Deutschen sind nicht mehr bereit und in der Lage normale Autos für ca. 60-80000 Euro zu kaufen.

Wendelin

11.10.2012, 15:07 Uhr

VW fährt immer noch mit einer Rendite von mageren 2 %.
Bei sieser Rendite ist im Billigsegment für VW nichts zu verdienen.
VW wandelt auf den Spuren von GM ... Stückzahl über allem. Millionen von Leasingrückläufern auf Halde. Der Ökonom nennt das auch Grössenwahn. Der ShowDown läuft.

Account gelöscht!

11.10.2012, 15:19 Uhr

richtig,blligmarke ist VW ja schon nur die preise haben an Bodenhaftung verloren. Polo oder golf für 15.-30 Tsd Euro hat nix mehr mit der Realität zu tun.

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