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12.11.2013

13:32 Uhr

Medikamenten-Rückruf

Notfallmittel für Allergiker fehlerhaft

Der Hersteller eines Notfallmittels gegen schwere Allergien – etwa auf Nahrungsmittel oder Insektenstiche – ruft sein Produkt zurück. Der Grund: Der Wirkstoff kann möglicherweise nicht richtig injiziert werden.

Der von der Rückrufaktion betroffenen Adrenalin-Autoinjektor Jext. Bei dem Gerät, hergestellt von ALK-Abelló Arzneimittel, besteht das Risiko eines lebensbedrohlichen Schocks. dpa

Der von der Rückrufaktion betroffenen Adrenalin-Autoinjektor Jext. Bei dem Gerät, hergestellt von ALK-Abelló Arzneimittel, besteht das Risiko eines lebensbedrohlichen Schocks.

BonnWegen möglicher lebensgefährlicher Fehlfunktion hat der Hersteller eines Allergie-Notfallmittels fünf Chargen des Adrenalin-Autoinjektors Jext zurückgerufen. Der Adrenalin-Pen wird im Notfall bei schweren allergischen Reaktionen etwa auf Nahrungsmittel oder Insektenstiche verwendet. Es besteht nach Angaben des Herstellers bei einigen Chargen das Risiko, dass die Adrenalinlösung nicht korrekt in den Muskel des Patienten abgegeben wird.

Patienten könnten ihren lebensbedrohlichen Schock unter Umständen nicht ausreichend behandeln, sagte Maik Pommer vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte am Montag in Bonn. Der Hersteller ALK-Abelló Arzneimittel GmbH rief in Abstimmung mit dem Institut die Präparate von Patienten, Apotheken und Großhändlern zurück.

Betroffen seien vier Chargen der Stärke Jext 300 Mikrogramm (0000815814, 0000800191, 0000799410, 0000738773) und eine Charge der Stärke Jext 150 Mikrogramm (0000844768). Auch Jext-Parallelimporte der Unternehmen Eurim Pharm und Pharma Gerke seien betroffen. Für Fragen hat der Hersteller ab diesen Dienstag eine Telefon-Hotline eingerichtet (040-703845-0). Alle betroffenen Chargen sind auch auf der Internetseite des Herstellers abrufbar.

Falsche Konzentration: Insulinpräparat von Novo Nordisk zurückgerufen

Falsche Konzentration

Insulinpräparat von Novo Nordisk zurückgerufen

Eine falsche Konzentration in Insulin-Präparaten des dänischen Unternehmens Novo Nordisk hat einen Rückruf ausgelöst. Betroffen sind mehrere Chargen des Präparats „NovoMix 30 FlexPen“.

Patienten, die ein Notfallmedikament mit einer dieser Bezeichnungen besitzen, sollten dieses in ihre Apotheke zurückbringen. Sie erhalten dort einen Ersatz-Pen, dessen Kosten der Hersteller trägt. Zur Sicherheit sollten sie auch einen eventuell betroffenen Pen bei sich tragen, bis der Ersatz-Pen erhältlich sei.

Erst Ende Oktober waren drei Chargen des Insulinpräparats „NovoMix 30 FlecPen“ (Novo Nordisk) zurückgerufen worden. Bei einer Kontrolle war aufgefallen, dass die Insulinkonzentrationen nicht stimmten.

Anm. d. Red.: In einer ersten Variante des Textes war nicht eindeutig, dass der Wirkstoff fehlerfrei ist, aber die Injektion möglicherweise nicht richtig gelingen kann.

Von

dpa

Kommentare (2)

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cnigischer

12.11.2013, 09:11 Uhr

as aktuelle Beispiel des Rückrufs eines für Allergiker im Ernstfall überlebenswichtigen Adrenalin-Autoinjektors zeigt die Brisanz die im Ernstfall hinter solchen Rückrufaktionen steht. Durch eine bei einzelnen Chargen mögliche Fehlfunktion des Gerätes fällt die verabreichte Dosis Adrenalin unter Umständen zu gering aus und erzielt damit nicht die lebensrettende Wirkung. Meldungen wie diese schaffen es regelmäßig auch in die tagesaktuelle Berichterstattung der Medien und erreichen damit mit hoher Wahrscheinlichkeit die betroffenen Zielgruppen. Allein die Zahl von mehr als 380 Rückrufaktionen 2013 zeigt aber, dass in der Kommunikation solcher Maßnahmen große Herausforderungen bestehen - nähere Infos auch unter:
http://www.produktrueckrufe.org/rueckrufaktion-fuer-adrenalin-autoinjektor-produktrueckrufe-fuer-medizinprodukte-2013-mit-neuem-rekordwert/#more-1168

elkekrumnack@aol.com

12.11.2013, 15:02 Uhr

dann kann man aber nicht verstehen das der arzt immer nur 1 aufschreibt und mann sich die 2 selber kaufen muß. es ist le3ider so.

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