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03.05.2012

13:03 Uhr

Medikamentenbranche

Novartis zahlt 1,5 Milliarden Dollar für US-Generikfirma

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis kauft für 1,5 Milliarden Dollar die amerikanische Generikfirma Fougera. Damit wird der Branchen-Zweite der führende Anbieter von dermatologischen Generikprodukten.

Der Schweizer Konzern kauft die Generikfirma Fougera. Reuters

Der Schweizer Konzern kauft die Generikfirma Fougera.

Zürich/New YorkBei den Herstellern von Nachahmermedikamenten setzt sich die Branchenkonsolidierung mit einer weiteren Milliardenübernahme fort. Der Schweizer Pharmariese Novartis erwirbt für 1,5 Milliarden Dollar (rund 1,1 Milliarden Euro) in bar das US-Unternehmen Fougera Pharmaceuticals und verstärkt damit seine Generikasparte Sandoz.

Die Transaktion kommt eine Woche, nachdem sich der US-Konzern Watson mit der 5,6 Milliarden Dollar schweren Übernahme des Schweizer Konkurrenten Actavis zum drittgrößten Hersteller von Nachahmerpräparaten aufgeschwungen hat. Novartis ist die Nummer zwei der Branche hinter dem israelischen Marktführer Teva.

Der Zukauf solle im zweiten Halbjahr abgeschlossen werden, teilte Novartis am Donnerstag mit. Verkäufer der in Melville, New York, ansässigen Fougera ist ein Konsortium aus Private-Equity-Fonds angeführt von Nordic Capital, DLJ Merchant Banking und Avista Capital Partners.

Mit der Übernahme wird Novartis nach eigenen Angaben zum größten Anbieter von dermatologischen Generikapräparaten. Die US-Firma mit rund 700 Beschäftigten erwirtschaftete 2011 einen Nettoumsatz von 429 Millionen Dollar. Novartis-Generikatochter Sandoz kam im Vorjahr auf 9,5 Milliarden Dollar Umsatz.

In der Generikabranche ist seit einigen Jahren ein Konzentrationsprozess im Gange. Die Sparanstrengungen vieler Industriestaaten im Gesundheitswesen zwingt die Hersteller dazu, ihre Arzneien zu immer niedrigeren Preisen anzubieten. Große Konzerne, die günstig produzieren können, haben in diesem Umfeld Vorteile.

Die Börse reagierte kaum auf den jüngsten Zukauf von Novartis: Die Aktien notierten leicht höher bei 49,78 Franken und hinkten den europäischen Gesundheitswerten damit hinterher.

Von

rtr

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