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26.09.2016

07:16 Uhr

Medizintechnik

Niedriger Ölpreis macht Dräger zu schaffen

Wegen der niedrigen Ölpreise investieren vor allem Rohstoffexporteure weniger – das bekommt auch Dräger zu spüren. Hoffnung machen dem Medizin- und Sicherheitstechnikkonzern die größere Nachfrage in China und im Iran.

Der Konzern bekommt den Verfall der Rohstoffpreise deutlich zu spüren. dpa

Firmensitz von Dräger in Lübeck

Der Konzern bekommt den Verfall der Rohstoffpreise deutlich zu spüren.

LübeckDer Medizin- und Sicherheitstechnikkonzern Drägerwerk bekommt den Verfall der Rohstoffpreise deutlich zu spüren. „Krisen in den vergangenen 30 Jahren haben uns wenig ausgemacht“, sagte Unternehmenschef Stefan Dräger der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Seit vergangenem Jahr werfe aber insbesondere der drastische Preisrückgang beim Öl das Unternehmen zurück.

Vor allem Schwellenländer hätten durch den niedrigen Ölpreis nur noch wenig Geld für Investitionen übrig. Während das Medizintechnikgeschäft stark von den Staatshaushalten abhängt, ist die Sparte Sicherheitstechnik etwa mit ihren Atemschutzmasken für den Bergbau von der Entwicklung der Rohstoffe direkt betroffen.

Drägerwerk: Medizintechnikkonzern macht operativ Verlust

Drägerwerk

Medizintechnikkonzern macht operativ Verlust

Der schwache Auftragseingang und die Restrukturierung führen bei Drägerwerk zu einem operativen Verlust. Der Vorstand hält zwar an der Prognose fest. Aktionäre müssen sich auf deutlich weniger Dividende einstellen.

Keiner habe sich vorstellen können, dass die Zahlungsmoral Saudi-Arabiens so schlecht werde wie es seit vergangenem Herbst der Fall sei, sagte Dräger. „Leider haben nicht nur wir, sondern auch unsere Konkurrenten die schmerzliche Erfahrung gemacht, dass auch die geringere Anzahl von Medizintechnikgeräten teilweise nicht pünktlich bezahlt wird.“

Wegen der Probleme habe das im TecDax notierte Unternehmen im Frühjahr an einer großen Ausschreibung nicht teilgenommen. „Das hat natürlich Auswirkungen auf das Geschäftsvolumen und die Organisation vor Ort, wo wir aktuell 50 Mitarbeiter entlassen müssen.“ Infolge des Ölpreisverfalls sei die Nachfrage nach medizinischen Geräten in dem Land deutlich zurückgegangen.

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