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02.01.2013

11:11 Uhr

Mehr als sieben Millionen Autos

Hyundai peilt weiteres Absatzplus an

Knapp über sieben Millionen Autos verkaufte die südkoreanische Hyundai-Motor-Gruppe im vergangenen Jahr. In diesem sollen es noch ein paar mehr werden. Besonders euphorisch ist die Konzernführung allerdings nicht.

Hyundai-Logo: 2012 glänzte der Konzern mit mehr als sieben Millionen verkauften Autos. Reuters

Hyundai-Logo: 2012 glänzte der Konzern mit mehr als sieben Millionen verkauften Autos.

SeoulDie südkoreanische Hyundai-Motor-Gruppe hat ihren weltweiten Höhenflug mit erstmals mehr als sieben Millionen verkauften Autos 2012 fortgesetzt. Der Konzern mit den Marken Hyundai und Kia erwartet für das neue Jahr allerdings angesichts eines schwieriger werdenden Marktumfelds ein etwas moderateres Wachstum als zuvor. Konzernchef Chung Mong Koo nannte am Mittwoch in Seoul als Ziel, weltweit 7,41 Millionen Autos abzusetzen. Das wäre im Jahresvergleich ein Anstieg von 4,1 Prozent.

Mit rund 7,12 Millionen verkauften Autos sei 2012 das vorher gesteckte Ziel mehr als erfüllt worden, sagte Chung in einer Neujahrsansprache an die Belegschaft. Der Anstieg betrug im Vergleich zu 2011 acht Prozent.

Doch warnte Chung, dass sich die Geschäftsbedingungen als Folge der Schuldenkrise in der Eurozone sowie einer Abschwächung der Weltwirtschaft verschlechtern würden. „Deshalb müssen wir uns stärker auf qualitatives Wachstum in diesem Jahr konzentrieren.“

Die größten Autohersteller der Welt

General Motors

Der Autobauer hat im Jahr 2011 insgesamt 9 Millionen Fahrzeuge abgesetzt und war damit Spitzenreiter der Branche. Auch bei der Forschung ist GM vorn mit dabei: Das Budget dafür beträgt 6,9 Milliarden Dollar (2010).

Volkswagen

Platz zwei beim Absatz: 8,4 Millionen Stück, bei der Forschung auf Platz drei (6 Milliarden Dollar).

Toyota

Platz drei: 8 Millionen Fahrzeuge haben die Japaner abgesetzt. Toyota ist auch bei der Forschung Spitze: Der japanische Konzern gab mit 8,5 Milliarden Dollar so viel für die Forschung aus wie keiner der Mitbewerber.

Hyundai

Platz vier für die Koreaner (mit Kia): 6,1 Millionen Stück, bei der Forschung mit 5,7 Milliarden Dollar ebenfalls Vierter.

Ford

Mit 5,7 Millionen abgesetzten Fahrzeugen landet der US-Autobauer auf Platz fünf, bei den Forschungsausgaben mit 5 Milliarden Dollar ebenfalls.

Nissan

Beim Autoabsatz sind die Japaner mit 4,7 Millionen Stück weltweit sechster. 4,7 Milliarden Dollar steckte Nissan in die Forschung (Platz sechs).

BMW

Mit 1,7 Millionen abgesetzten Fahrzeugen auf Platz zwölf, bei der Forschung mit einem Budget von 4,1 Milliarden Dollar auf Platz acht.

Daimler

Platz 13 bei den Auslieferungen: 1,4 Millionen Stück, bei der Forschung auf Platz sieben (4,6 Milliarden Dollar).

Quellen: Ernst & Young (Absatz), Booz & Company, Unternehmensangaben (Forschungsausgaben)

Für Europa hatte Europa-Vizechef Allan Rushforth wegen der Kaufzurückhaltung bereits einen sinkenden Absatz prognostiziert. Auch das Ziel, in der Region bis 2015 einen Marktanteil von fünf Prozent zu erreichen, sei außer Reichweite gerückt - für 2013 sind 3,4 Prozent angepeilt. Hyundai war 2012 zusammen mit Kia der große Überflieger auf dem schrumpfenden europäischen Markt. In Deutschland legte die Marke Hyundai bei den Neuzulassungen bis November im Vorjahresvergleich um 14 Prozent, Kia sogar um 35 Prozent zu.

Zusammen belegen Hyundai und Kia, die als Gruppe auch von VW schon länger als einer der gefährlichsten Konkurrenten gesehen werden, Platz fünf unter den weltweit größten Autoherstellern. Für die Südkoreaner hatte sich dabei in den vergangenen Jahren immer stärker ihre aggressive Expansion bezahlt gemacht. Dabei setzen sie vor allem auf die steigende Nachfrage in China und anderen aufstrebenden Märkten.

Hyundai Motor, das 2012 neue Fabriken in China und Brasilien in Betrieb genommen hat, peilt in diesem Jahr einen Absatz von 4,66 Millionen Fahrzeugen an, nach 4,4 Millionen im vergangenen Jahr. Kia will 2,75 Millionen Autos absetzen, etwas mehr als die 2,72 Millionen 2012. Die beiden Marken arbeiten strikt voneinander getrennt.

Kia hatte im Dezember seinen deutschen Chefdesigner Peter Schreyer als ersten Ausländer zu einem von drei Firmenpräsidenten befördert. Schreyer, der seit 2006 bei Kia arbeitet, war früher leitender Designer bei VW wie auch davor bei Audi. Die Beförderung Schreyers wird als Teil der Anstrengungen Kias gesehen, sein internationales Markenprofil weiter zu schärfen und seinen Ruf als Hersteller billiger Autos hinter sich zu lassen.

Von

dpa

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