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01.04.2011

15:52 Uhr

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ABB Deutschland profitiert vom Boom bei Öko-Energien

VonSusanne Schier

Das Drama um das Atomkraftwerk Fukushima in Japan haben erneuerbare Energien noch salonfähiger gemacht. Es winken schnelle Genehmigungsverfahren und hohe Investitionen. ABB Deutschland profitiert von diesem Trend.

Der Aufschwung bei erneuerbaren Energien wie der Windkraft helfen auch ABB Deutschland. Quelle: dpa

Der Aufschwung bei erneuerbaren Energien wie der Windkraft helfen auch ABB Deutschland.

Frankfurt

ABB Deutschland profitiert stark vom Netzausbau für erneuerbare Energien und von Lösungen zur Optimierung des Strombedarfs. "Die Menschen interessieren sich momentan für Klimaschutz und Energieeffizienz - und das sind genau unsere Themen", sagte Vorstandschef Peter Smits am Freitag bei der Vorlage der Geschäftszahlen.

So stieg der Auftragseingang der deutschen Tochter des Schweizer ABB-Konzerns im Jahr 2010 um satte 22 Prozent auf 3,74 Milliarden Euro. Den gewaltigsten Sprung beim Auftragseingang machte die Sparte Energietechniksysteme und zwar um 66 Prozent auf 1,26 Milliarden Euro. Der Grund: Das Mannheimer Unternehmen erhielt einen Großauftrag zur Anbindung von Offshore-Windparks in der Nordsee an das deutsche Stromnetz.

ABB Deutschland liefert dabei ein komplettes System aus Kabel, Umrichter und Leistungshalbleiter. Besonders das dafür genutzte neue Hochspannungskabel hob Smits hervor: Über eine Länge von 200 Kilometern von den Windparks bis zum Umspannwerk an der Küste erreiche es neue Spannungs- und Leistungsrekorde und sei daher ein Meilenstein bei der Nutzung umweltfreundlicher Technologien, sagte er.

Auch die neue Division Industrieautomation und Antriebe verbuchte ein Plus beim Auftragseingang von 47 Prozent auf 373 Millionen Euro. Dieser Geschäftsbereich habe das Potenzial mit seinen Produkten, Lösungen und Dienstleistungen die industrielle Produktivität und Energieeffizienz deutlich zu steigern, erklärte Smits. Führend sei ABB Deutschland im Bereich Windgeneratoren, biete aber inzwischen auch ein breiteres Solarangebot. Getrieben durch Investitionen in die Bereiche Gebäudeinstallation, Industrie und Solar, entwickelte sich das kurzzyklische Geschäft mit Niederspannungsprodukten 2010 ebenfalls gut.

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