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26.01.2005

10:06 Uhr

Mehr Umsatz im vierten Quartal

Sanofi-Aventis profitiert von Blutverdünnern

Der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis hat dank seiner Bluverdünnungsarzneien Plavix und Lovenox und seines Krebsmittels Eloxatin im vierten Quartal mehr umgesetzt als noch vor Jahresfrist.

HB PARIS. Der Konzernumsatz sei um acht Prozent auf 6,614 Milliarden Euro gestiegen, teilte die weltweite Nummer Drei der Pharmabranche mit. Zusammengerechnet hätten die fusionierten Unternehmensteile im Gesamtjahr 2004 netto 25,42 Milliarden Euro erlöst, ein Plus von zehn Prozent. Der kleinere französische Rivale Sanofi hatte den größeren französisch-deutschen Aventis-Konzern im vergangenen Jahr übernommen. Von Reuters befragte Analysten hatten durchschnittlich einen etwas höheren Umsatz von 6,79 Milliarden Euro für das vierte Quartal und im Gesamtjahr von 25,6 Milliarden Euro erwartet. Einen Geschäftsausblick auf das laufende Jahr legte Sanofi-Aventis wie erwartet nicht vor.

An der Pariser Börse lagen Sanofi-Aventis-Papiere zum Handelsstart leicht mit 0,17 Prozent im Plus bei 58,10 Euro. „Es ist extrem schwierig, irgendwelche Schlussfolgerungen zu ziehen, aber die Produkte scheinen so ziemlich im Rahmen der Erwartungen zu liegen und sehen gut aus“, sagte ein Analyst in London. Dem ING-Analysten Max Herrmann zufolge bleiben die Umsatzzahlen von Sanofi-Aventis für 2004 und das vierte Quartal etwas hinter den Erwartungen zurück. Dies sei nicht überraschend, da die Integration erst im August erfolgt sei. Investoren und Analysten dürften außerdem mehr am Ausblick und am Ausgang des "Plavix"-Rechtsstreits interessiert sein. Sanofi-Aventis will im März dieses Jahres einen ersten Geschäftsausblick als fusionierter Konzern vorlegen. Währungsschwankungen und hier vor allem der zum Dollar gestiegene Eurokurs hätten 4,1 Prozentpunkte des Umsatzwachstums im Gesamtjahr gekostet, teilte der Pharmariese mit. Im vierten Quartal seien dies 2,9 Prozentpunkte gewesen. Sechs Medikamente des Konzerns erzielten im Gesamtjahr Erlöse auf Blockbuster-Niveau von jeweils über einer Milliarde Euro.

Aircoat-Anfechtung belastet

Die Umsätze mit dem Medikament Plavix legten dabei fast 30 Prozent auf 1,694 Milliarden Euro zu. Neben Nordamerika wird der Patentschutz für das Medikament mittlerweile auch in Großbritannien angegriffen. Das schottische Generika-Unternehmen Aircoat fechtet ein Patent an, was in Europa erst 2013 ausläuft. Bei Eloxatin bescherte ein erweitertes Anwendungspektrum dem Darmkrebsmittel einen Umsatzsprung von 57 Prozent auf 1,22 Milliarden Euro, wodurch es nun zur Riege der Blockbuster des Konzerns gehört. Der Umsatz mit dem Krebsmedikament Taxotere erhöhte sich dank guter Nachfrage in Europa um elf Prozent auf 1,436 Milliarden Euro. In den USA sanken dagegen die Erlöse mit dem Medikament leicht. Konkurrenzdruck bekam dagegen das Allergiemittel Allegra zu spüren. Dessen Umsätze sanken um sieben Prozent auf 1,502 Milliarden Euro.

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