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30.04.2015

09:16 Uhr

Mehr Umsatz, weniger Gewinn

Lokomotiv-Geschäft macht Vossloh zu schaffen

Das Lokomotiv-Geschäft läuft bei Vossloh nicht rund. Der Umsatz des Konzerns steigt zwar, doch beim Gewinn macht sich das nicht bemerkbar. Dennoch soll 2015 ein größeres Plus stehen.

Die Lokomotiven verkaufen sich nicht gut – der Konzern schreibt mit den Antriebseinheiten keinen Gewinn. ap

Vossloh

Die Lokomotiven verkaufen sich nicht gut – der Konzern schreibt mit den Antriebseinheiten keinen Gewinn.

DüsseldorfDer Bahntechnikkonzern Vossloh hat zum Jahresauftakt trotz Umsatzzuwächsen weniger verdient und einen Einbruch im Auftragseingang verbucht. Als Grund nannte Vorstandschef Hans Schabert am Donnerstag zum einen höhere Verluste im Lokomotiv-Geschäft und stark schrumpfende Bestellungen in dem Bereich.

Dennoch behielt der Vorstand seine Jahresziele bei, die neben einem Wachstum der Erlöse um drei bis vier Prozent eine deutliche Verbesserung des operativen Ergebnisses (Ebit) vorsehen. Nach einem Verlust soll 2015 eine Ebit-Marge von drei bis vier Prozent erreicht werden.

Im ersten Quartal 2015 kletterte der Umsatz um 8,7 Prozent auf 319,8 Millionen Euro. Das Ebit ging auf 1,0 (Vorjahr: 6,5) Millionen Euro zurück. Der Auftragseingang brach auf 266,5 (456,5) Millionen Euro ein.

Die größten Maschinenbauer Deutschlands

Platz 11 – Stihl

Umsatz in 2013: 2,81 Milliarden Euro

Stihl ist ein schwäbisches Familienunternehmen mit Hauptsitz in Waiblingen-Neustadt, tätig in über 160 Ländern. Stihl entwickelt, fertigt und vertreibt motorbetriebene Geräte für die Forstwirtschaft, Landschaftspflege und die Bauwirtschaft.

Platz 10 – Rolls-Royce Power Systems

Umsatz 2013: 3,35 Milliarden Euro

Die deutsche Firma mit Hauptsitz in Friedrichshafen hieß bis Januar 2014 noch Tognum. Sie bietet Dieselmotoren und Antriebssysteme an und ist seit 2007 an der Börse notiert.

Platz 9 – SMS Group

Umsatz 2013: 3,5 Milliarden Euro

Die SMS Group ist der Dachgesellschaft SMS Holding GmbH untergeordnet und verarbeitet Stahl und Nichteisenmetalle. Alleinaktionär ist die Familie um den deutschen Unternehmer Heinrich Weiss.

Platz 8 – MAN

Umsatz 2014: 3,75 Milliarden Euro (MAN Power Engineering)

Die „Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg“ wurde bereits 1758 gegründet und war zunächst für Eisenverarbeitung zuständig. Seit 2011 hält Volkswagen die Mehrheit am Konzern.

Platz 7 – Gea

Umsatz 2014: 4,52 Milliarden Euro

Das börsennotierte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf und ist auf die Herstellung von Prozesstechnik und Komponenten im Maschinenbau spezialisiert. Es wurde 1881 gegründet.

Platz 6 – Kion

Umsatz 2014: 4,68 Milliarden Euro

Die Wiesbadener Kion-Gruppe wurde 2006 gegründet, baut Gabelstapler und Lagertechnikgeräte. Sie ging aus der Linde AG hervor und ist seit 2013 an der Börse.

Platz 5 - Knorr Bremse

Umsatz 2014: 5,2 Milliarden Euro

Das Unternehmen aus München ist der weltweit führende Hersteller von Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge. gegründet wurde es 1905 in Berlin.

Platz 4 – Voith

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/14: 5,35 Milliarden Euro

Die Wurzeln des Heidenheimer Maschinenbau-Unternehmens gehen bis in das Jahr 1867 zurück. Voith befindet sich im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen beliefert unter anderem Wasserwerke, Automobilhersteller und die Papierindustrie.

Platz 3 – Thyssen-Krupp

Umsatz 2014: 6,27 Milliarden Euro (nur Thyssen-Krupp Industrial Solutions)

Deutschlands größter Stahlkonzern sitzt in Essen und entstand 1999 in Folge der Fusion von Hoesch-Krupp und Thyssen. Die historischen Wurzeln reichen in die Phase der industriellen Revolution in Deutschland zurück.

Platz 2 – Linde

Umsatz 2014: 17,05 Milliarden Euro

Die Linde-Gruppe sitzt in München und betreibt weltweit ihr Kerngeschäft mit Gasen und Prozess-Anlagen. Das 1879 gegründete Unternehmen ist börsennotiert und im Dax gelistet.

Platz 1 – Siemens

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/14: 17,06 Milliarden Euro (nur Siemens Industry)

Das Dax-Unternehmen mit Sitz in Berlin und München ist Deutschlands größter Technologiekonzern. Die Firma wurde 1847 von Werner Siemens gegründet und setzt den Fokus auf Elektrotechnik.

Großaktionär und Aufsichtsratschef Heinz-Hermann Thiele, der mit seiner Übernahmeofferte für den Konzern wenig Erfolg hatte und rund 30 Prozent hält, hatte Vossloh einen Umbau und die Trennung vom Lokomotivgeschäft verordnet. Das von ihm im Frühjahr 2014 eingesetzte Management musste daher im ersten Jahr seiner Amtszeit einen hohen Verlust verbuchen. Bei stagnierenden Erlösen von 1,3 Milliarden Euro fiel 2014 operativ ein Minus von knapp 172 Millionen Euro an.

Von

rtr

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