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27.01.2016

15:14 Uhr

Melco und Hitachi

Millionenstrafe für japanische Autozulieferer

Melco, Hitachi und Denso sollen ein Kartell gebildet haben, das auch an Autobauer in Europa verkaufte. Nun hat die EU-Kommission zwei der Zulieferer zu einer Millionenstrafe verdonnert. Ein Unternehmen muss nicht zahlen.

Denso muss keine Strafe zahlen, weil es als Kronzeuge das Kartell selbst gemeldet hatte. Reuters

Denso-Roboter

Denso muss keine Strafe zahlen, weil es als Kronzeuge das Kartell selbst gemeldet hatte.

BrüsselDie japanischen Autozulieferer Melco (Mitsubishi Electric) und Hitachi sollen nach einem Entscheid der EU-Kommission zusammen 137,8 Millionen Euro Bußgeld zahlen. Die Unternehmen hätten zusammen mit dem ebenfalls japanischen Denso-Konzern ein Kartell gebildet, das auch an Autobauer in Europa verkaufte, teilte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel mit. Denso muss demnach nicht zahlen, weil es als Kronzeuge das Kartell selbst gemeldet hatte.

Die drei Firmen hatten laut EU-Kommission zwischen 2004 und 2010 Preise für Generatoren und Anlasser abgestimmt und Kunden und Projekte für diese Autoteile untereinander aufgeteilt. Zudem hätten sie sensible Geschäftsinformationen ausgetauscht.

Zwar fanden die Gespräche dazu selbst nicht in Europa statt, hatten aber wegen der Kunden hierzulande Auswirkungen. Letzten Endes mussten daher laut EU-Kommission „auch europäische Autokäufer mehr bezahlen“.

Melco muss den Angaben zufolge mit fast 111 Millionen Euro den Löwenanteil der Strafe begleichen. Für die Berechnung der Höhe waren unter anderem der Wert der in Europa verkauften Teile, aber auch die Mitarbeit der Unternehmen an der Aufklärung ausschlaggebend.

Die Kartellstrafen sind in derartigen Fällen nicht das letzte Wort. Vielmehr können auch einzelne von den Unternehmen geschädigte Kunden vor den nationalen Gerichten auf Schadenersatz klagen.

Von

afp

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