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13.12.2011

10:35 Uhr

Mercedes überholt

Audi gibt sich mit Silber nicht zufrieden

VonMarkus Fasse, Carsten Herz

Audi überholt die Silberpfeile von Mercedes: Erstmals verkauft die VW-Tochter mehr Autos als die Marke mit dem Stern. Doch Audi will mehr als Rang zwei - nun ist Branchenprimus BMW im Visier.

Abnahme von einem Audi A1 Sportback am Audi-Standort Brüssel. obs

Abnahme von einem Audi A1 Sportback am Audi-Standort Brüssel.

München/FrankfurtRupert Stadler ist mehr als nur Chef der VW-Tochter Audi. Seit der studierte Betriebswirt 1997 Büroleiter des damaligen Volkswagen-Vorstandsvorsitzenden Ferdinand Piëch wurde, verbindet ihn ein besonderes Vertrauensverhältnis mit dem VW-Patriarchen.

Piëch ernannte im Jahr 2007 Stadler als ersten Nicht-Ingenieur zum neuen Audi-Chef. Er gab ihm vor allem ein Ziel vor: den Erzrivalen Mercedes zu überholen.

Jetzt kann Stadler Vollzug melden: Erstmals wird Audi in diesem Jahr weltweit mehr Autos verkaufen als Mercedes, wie das Handelsblatt exklusiv aus Ingolstadt erfuhr. „An diesem Fakt ist nicht mehr zu rütteln“, sagte Stadler in einem Interview mit dieser Zeitung. Tatsächlich setzten die Ingolstädter in den ersten elf Monaten dieses Jahres 1,19 Millionen Autos ab – Mercedes kam nur auf 1,14 Millionen Fahrzeuge. Dieser Vorsprung ist, wenn nicht ein Wunder geschieht, uneinholbar.

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Die historische Zäsur gilt nicht nur für die Verkaufszahlen, sie gilt – wichtiger noch – auch für die Profitabilität. Hier liegt Audi mit einer Umsatzrendite von mehr als zwölf Prozent knapp hinter dem Spitzenreiter BMW und weit vor den Stuttgartern, die nur auf 9,4 Prozent kommen. „Wir wollen schließlich nicht nur Stückzahlen machen“, sagte Stadler.

Das „Wunder von Ingolstadt“ kam nicht über Nacht. Jahrzehntelang war Mercedes die unumstrittene Nummer eins unter Deutschlands Premiumherstellern. Doch seit der Jahrtausendwende hat sich das Bild dramatisch gewandelt. Das durchschnittliche Wachstum betrug bei Audi in der vergangenen Dekade jährlich 6,4 Prozent, errechneten die Experten der Credit Suisse in einer aktuellen Studie. BMW hingegen legte nur um 4,7 Prozent zu, Mercedes um 1,5 Prozent.

Kommentare (30)

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Volkswagen

13.12.2011, 10:51 Uhr

Qualtität setzt sich eben auf Dauer durch.

BMW und Mercedes haben eben keine Chance, denn sie haben nicht die VW-AG hinter sich.

Schneiderhans

13.12.2011, 11:41 Uhr

Der Ankündigungsweltmeister halt mal wieder zugeschlagen. Audi soll mal erst den Umsatz von Mercedes erreichen, bevor man solch markige Sprüche klopft. Stückzahl ist ja nicht alles. Ich denke mal, BMW und Mercedes wird es nicht zulassen, dass der Aufsteiger Audi ganz nach vorne kommt.

Ohje

13.12.2011, 11:53 Uhr

Na Sie müssen es ja wissen. Geschmack ist Geschmack. Und Sie scheinen keinen zu haben. Naja hier lässt sich ja bekanntlich gerne drüber streiten. Im Übrigen ist die Qualität, bzw. Verarbeitung deutlich größer, als bei anderen Deutschen Autoherstellern (die Marke mit dem Blitz wäre hier ein Beispiel).
Aber keine Angst, während Ihnen Ihr "Qualitätswagen" langsam während der Fahrt wegrostet, sitz ich in meinem Audi und spende ein nettes Lächeln.

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