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05.04.2011

10:57 Uhr

Merck

Geplante Produktionsaufnahme nahe Fukushima

Nur 45 Kilometer von Fukushima entfernt steht ein Werk des Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzerns Merck. Trotz der ungewissen Lage in dem Atomkraftwerk will man bald wieder auf vollen Touren produzieren.

Ein Mitarbeiter des Pharmakonzerns Merck kontrolliert eine Glasscheibe für Flüssigkristall-Anzeigen (LCD) im Werk in Japan. Quelle: ap

Ein Mitarbeiter des Pharmakonzerns Merck kontrolliert eine Glasscheibe für Flüssigkristall-Anzeigen (LCD) im Werk in Japan.

Tokio

In der Anlage, in der Merck das Fahrzeuglack-Pigment Xirallic herstellt, solle die Produktion bis Juni wieder normal laufen, teilte der Konzern am Dienstag mit.

Das Pigment, das weltweit nur von Merck hergestellt wird, wird unter anderem von Autobauern wie Ford, Toyota und General Motors verwendet. Die Konzerne konnten wegen der Lieferengpässe zuletzt in einigen Farben weniger Autos herstellen. Am Montag seien die ersten Arbeiter in die Merck-Fabrik zurückgekehrt und hätten mit Reparaturarbeiten begonnen, sagte ein Merck-Sprecher vor Ort. Die Produktion solle nach und nach wieder aufgenommen werden.

Merck hatte das Chemiewerk in Onahama kurz nach dem Erdbeben am 11. März geschlossen. Grund dafür seien die Schäden an den Häusern einiger Beschäftigter sowie Benzinknappheit gewesen. Mit der radioaktiven Strahlung habe die Werksschließung nichts zu tun gehabt. Die japanische Regierung hat die Umgebung im Umkreis von 20 Kilometern um das Atomkraftwerk Fukushima Daiichi evakuiert, aus dem weiter Radioaktivität austritt.

Umweltschutzorganisationen fordern eine Ausweitung der Sperrzone.

Von

rtr

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