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21.02.2012

18:18 Uhr

Merck

Neues Krebsmittel in Studie wirksam

Ein neuer Wirkstoff gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs des Pharmakonzerns Merck hat sich in einer klinischen Studie als wirksam erwiesen. Das Mittel konnte das Tumorwachstum um einige Monate verzögern.

Merck darf weiter auf einen neuen Krebs-Wirkstoff hoffen. dpa

Merck darf weiter auf einen neuen Krebs-Wirkstoff hoffen.

FrankfurtDer Darmstädter Pharmakonzern Merck kann weiter auf einen neuen Wirkstoff gegen Krebs hoffen, den sein US-Partner Treshold entwickelt. Erst Anfang des Monats hatte Merck umfassende Rechte an der Substanz T-302 erworben - nun erreichte sie in einem klinischen Test das vorrangige Studienziel, wie Threshold am Dienstag in San Francisco mitteilte.

Dabei wurde der Wirkstoff bei Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs in Kombination mit einer Chemotherapie erprobt. T-302 soll dann wirksam werden, wenn in Tumoren Sauerstoffmangel herrscht. Das ist bei vielen festen, bösartigen Geschwüren der Fall, die Gewebe mit niedriger Sauerstoffkonzentration enthalten. Treshold-Chef Barry Selick äußerte sich nach den Studienresultaten zuversichtlich, dass der Wirkstoff Patienten mit schwer zu behandelnden Krebsarten helfen könnte.

Mit den Rechten an T-302 frischte Merck seinen zuletzt eher mageren Nachschub an neuen Medikamenten wieder etwas auf. Solche Abkommen mit kleineren Pharma- oder Biotechfirmen sind ein Weg für die großen Konzerne, sich neue Wirkstoffe zu sichern.

In der zweiten von drei Phasen der Erprobung am Menschen konnte T-302 in Kombination mit einer Chemotherapie das weitere Fortschreiten des Krebses um 5,6 Monate verzögern. Bei Patienten, die allein die Chemotherapie erhielten, waren es dagegen nur 3,6 Monate. Die Ergebnisse waren Treshold zufolge statistisch signifikant. Die Medikamentenkombination sei zudem von den Patienten gut vertragen worden.

Von

rtr

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