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09.04.2015

11:49 Uhr

Merck

Pharmariese macht Fortschritte bei Krebsmittel

Bald könnte es so weit sein: Das Krebsmittel Avelumab des Pharmakonzerns Merck geht in die entscheidende Runde vor der Zulassung. Konzernintern gilt die Projektallianz mit Pfizer aus den USA als Hoffnungsträger.

Bisher forscht Merck eher allein, etwa an OLED-Testzellen. In der Allianz mit dem US-Unternehmen Pfizer will Merck nun ein innovatives Krebsmittel auf den Markt bringen. dpa

Produktion bei Merck in Darmstadt

Bisher forscht Merck eher allein, etwa an OLED-Testzellen. In der Allianz mit dem US-Unternehmen Pfizer will Merck nun ein innovatives Krebsmittel auf den Markt bringen.

FrankfurtDer Pharma- und Chemiekonzern Merck ist bei der Entwicklung seines größten Medikamenten-Hoffnungsträgers einen wichtigen Schritt vorangekommen. Der Konzern hat das Krebsmittel Avelumab in die dritte und damit letzte Phase der klinischen Erprobung gebracht, bestätigte ein Merck-Sprecher am Donnerstag. Avelumab soll zur Behandlung des nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms getestet werden. Wie aus der Datenbank der US-Gesundheitsbehörden ClinicalTrials hervorgeht, sollen 650 Patienten an der Untersuchung teilnehmen. Mit der Aufnahme von Patienten in die Studie ist bereits begonnen worden. Nicht-kleinzelliger Lungenkrebs gilt als besonders aggressive Krebsart und schwer behandelbar. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Donnerstagausgabe) hatte zuvor auch über die neue Studie berichtet.

Neue Medikamente müssen vor der Zulassung erst drei klinische Erprobungsphasen am Menschen bestehen. Merck testet Avelumab noch in der zweiten Phase der klinischen Entwicklung zur Behandlung des Merkelzellkarzinom, ein besonders bösartiger und seltener Hautkrebs, sowie in der ersten Phase zur Behandlung verschiedener Tumorarten wie Eierstockkrebs, Nieren- und Blasenkrebs. Das Mittel ist Kern der Ende 2014 vereinbarten Allianz zwischen Merck und dem US-Pharmariesen Pfizer. Die beiden Unternehmen wollen zusammen Medikamente auf den Markt bringen, die das körpereigene Abwehrsystem dazu bringen sollen, bösartige Tumore zu bekämpfen. Die Immuntherapie gilt derzeit als eines der vielversprechendsten Felder der Krebsmedizin. Merck winken im Rahmen der Allianz bis zu 2,3 Milliarden Euro, umgerechnet 680 Millionen Euro sind Vorauszahlungen.

Von

rtr

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