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04.04.2011

09:41 Uhr

Merkel fordert Investitionen

Hannover Messe startet mit großen Hoffnungen

Bundeskanzlerin Merkel hat sich in ihrer Eröffnungsrede der Hannover Messe klar für die Förderung von erneuerbaren Energien ausgesprochen. Sie forderte die Unternehmen aber auch auf, entsprechend zu investieren.

Entwickler Wolfgang Send steht  bei der Hannover Messe neben einem flugfähigen Roboter-Vogel der Firma Festo. Quelle: dpa

Entwickler Wolfgang Send steht bei der Hannover Messe neben einem flugfähigen Roboter-Vogel der Firma Festo.

HannoverHeute Morgen hat die weltgrößte Industrieschau in Hannover begonnen. Die Hannover Messe steht 2011 ganz im Zeichen der Energiewende. Nach der Reaktorkatastrophe in Japan beschäftigen sich zahlreiche Veranstaltungen mit den Themen Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Windkraft- und Ökostrom-Spezialisten sind auf der Messe vertreten, daneben stellen aber auch viele Anbieter konventioneller Energietechnik ihre Neuheiten vor. In Diskussionsforen geht es außerdem um die Zukunft der Kernenergie.

Elektromobilität, Robotik und der klassische Maschinen- und Anlagenbau gehören ebenfalls zu den Schwerpunkten. Mehr als 6500 Unternehmen und Verbände aus 65 Ländern zeigen auf dem Messegelände bis zum Freitag etwa 5000 Neuheiten. Zur letzten großen Industriemesse waren vor zwei Jahren 6150 Aussteller gekommen.

Angela Merkel und der Premier des Partnerlands Frankreich, François Fillon, hatten die Messe am Sonntag eröffnet. Die Bundeskanzlerin hat zum Start der Hannover Messe das Atom-Moratorium der Bundesregierung verteidigt und zu einem rascheren Ausbau der erneuerbaren Energien aufgerufen. "Wenn wir das Zeitalter der Erneuerbaren erreichen wollen, müssen wir Mut zu neuem Denken und auch zu neuen Wegen haben", sagte Merkel am Sonntagabend bei der Eröffnung der weltgrößten Industrieschau in der niedersächsischen Landeshauptstadt.

Wer den Ausbau der Wind-, Solar-, Wasser- und Bioenergie fordere, müsse allerdings auch bereit sein, die nötige Infrastruktur in den Netzen auszubauen. "Das eine geht nicht ohne das andere", betonte Merkel. In vielen Regionen protestieren Bürger derzeit etwa gegen den Bau neuer Trassen für den Transport von Strom aus Windkraftanlagen.

"Nur, indem man gegen etwas ist, wird man den Umstieg in ein neues Zeitalter erneuerbarer Energien aber nicht schaffen", sagte Merkel.

Die Atomkatastrophe in Japan habe ein Umdenken in der Energiepolitik unausweichlich gemacht, betonte die Kanzlerin: "Mit Fukushima hat das Wort Restrisiko für die ganze Welt eine neue Bedeutung bekommen." Die deutschen Atomkraftwerke gehören aus ihrer Sicht weiter zu den sichersten der Welt. "Aber wir dürfen jetzt nicht einfach zur Tagesordnung übergehen", warnte Merkel mit Blick auf die nach wie vor gefährliche Lage rund um das havarierte Kraftwerk in Fukushima.

Kommentare (1)

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04.04.2011, 08:07 Uhr

Ein Schelm der etwas Böses unserer Staatsratsvorsitzenden unterstellt???
Danke

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