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17.01.2009

16:12 Uhr

Messe

Auf der „Boot “soll sich der Wind wieder drehen

VonSara Kammler

Die "Boot "in Düsseldorf gehört gemeinsam mit denen in Genua und Fort Lauderdale zu den wichtigsten Bootsmessen der Welt. Das liegt vor allem am idealen Zugang zum Wasser, weswegen auch große Yachten zu sehen sind. Allerdings leidet die "Boot "in diesem Jahr unter der Wirtschaftskrise.

Sollen Besucher und Käufer anziehen: Luxusyachten auf der "Boot". Foto: dpa dpa

Sollen Besucher und Käufer anziehen: Luxusyachten auf der "Boot". Foto: dpa

Die "Boot 2009" feiert in diesem Jahr nicht nur ihren 40. Geburtstag. Die Messe gilt auch als Indikator dafür, wie sich das Jahr für die gesamte Bootsbranche entwickeln wird. Die gute Nachricht vorweg: Der Verkauf von Luxusyachten boomt weiterhin. Auch wenn zum Beispiel klassische Käufer wie die milliardenschweren Oligarchen in der Finanzkrise gelitten haben.

Einer der bekanntesten Besitzer einer Superyacht ist Roman Abramowitsch. Als bekannt wurde, dass er durch die Talfahrt am russischen Aktienmarkt viele Millionen Rubel verloren hatte, unkten Experten: Verkauft er seine 115 Meter lange Superyacht oder den FC Chelsea? Bisher kam es weder zum einen noch zum anderen.

Superyachten sind auch in diesem Jahr das größte Publikumsmagnet der Fachmesse "Boot 2009", die vom 17. bis zum 25. Januar 2009 in Düsseldorf stattfindet. 1650 Aussteller aus 55 Ländern präsentieren ihre Produkte und Dienstleistungen. Knapp die Hälfte Aussteller kommen aus dem Ausland, angeführt von den Niederlanden, Italien, Frankreich und Großbritannien.

Auf der wichtigsten Wassersportmesse geht es nicht nur um Segel- und Motoryachten. Die Aussteller präsentieren auch Neuheiten aus Sportarten wie Tauchen, Angeln, Surfen sowie Wasserski und die Tourismusindustrie stellt ihre Angebote rund um Wassersport vor. Neu in diesem Jahr ist der Themenpark "World of Paddling", bei dem sich alles um Kanufahren und Rudern dreht.

Auch in der Bootsbranche ist die Finanzkrise angekommen. Die Zahl der Aussteller ist von 1700 auf 1650 gesunken. Im Wesentlichen sei das die Folge einer natürlichen Marktbereinigung und weniger der Finanzkrise, sagt Goetz-Ulf Jungmichel, Projektleiter der Messe. Allerdings haben einige Werften aus Kostengründen ihr Engagement zum Teil deutlich zusammengestrichen. Die Ausstellungsfläche des Vorjahres von 106000 Quadratmeter wird nicht errecht - in diesem Jahr bleibt die Fläche eines Fußballfeldes leer.

Aber: Alle wesentlichen Hersteller sind auf der Boot vertreten sein. Manche musste Jungmichel in persönlichen Gesprächen von ihrem Kommen überzeugen. "Rücktritte wollte ich auf keinen Fall", sagt er. Einige Aussteller haben ihre Standfläche verkleinert. Auf etwa 100000 Quadratmetern zeigen die Werften ihre Boote und Yachten, das sind sechs Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahr.

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