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06.04.2006

08:59 Uhr

Metall-Tarifrunde

Opelaner gehen auf die Straße

Die Produktion beim Rüsselsheimer Autobauer Opel dürfte wegen eines Warnstreiks am Donnerstag rund zwei Stunden still stehen. Die Arbeiter kämpfen um höhere Löhne und um sichere Arbeitskräfte.

HB FRANKFURT. Die IG Metall hat die Beschäftigten zu einer Kundgebung vor dem Werkstor und einem anschließenden Marsch durch die Rüsselsheimer Innenstadt aufgerufen. Bei der für den frühen Donnerstagmittag geplanten Aktion wird mit ungefähr 6 000 Teilnehmern gerechnet, was etwa die Hälfte der Belegschaft am Firmensitz wäre. „Mit diesem Warnstreik fordern die Opel-Beschäftigten die Metallarbeitgeber auf, unverzüglich ein solides Angebot für eine Entgelterhöhung vorzulegen“, teilte der Betriebsrat mit.

Zudem nutzen die Opelaner die Aktion, um sich gegen einen möglichen weiteren Arbeitsplatzabbau durch die US-amerikanische Konzernmutter General Motors (GM) zu positionieren. „Wir fordern Zukunftssicherung über 2010 hinaus und keine Werksschließungen in Europa“, teilten die Belegschaftsvertreter mit. GM hatte Ende 2004 ein umfangreiches Sanierungsprogramm durchgesetzt und in Europa den Abbau von 12 000 Arbeitsplätzen – überwiegend bei Opel – angekündigt. Dies war fast ein Fünftel der gesamten europäischen Belegschaft.

Das Management will die Opel-Belegschaft jedoch zu weiteren Zugeständnissen drängen, um die Kosten weiter zurückzufahren und effizienter zu werden. Die Entscheidung, wo der neue Astra in vier Jahren produziert wird, soll spätestens Anfang 2007 fallen und könnte zur Schließung eines der vier Astra-Werke führen. Der Astra wird in Bochum und im britischen Ellesmere Port sowie in Antwerpen und im polnischen Gleiwitz gebaut.

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