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03.06.2014

03:05 Uhr

Mexiko und USA

Tauziehen um neues VW-Modell geht weiter

Wo wird das neue VW-Modell für den amerikanischen Markt gebaut? Mexiko und die USA rangeln um die Produktion. Für VW bedeutet die Verzögerung vor allem ein Ausbremsen der Bemühungen, in den USA wieder durchzustarten.

Volkswagen hat in den USA mit sinkenden Absätzen zu kämpfen. Das soll sich mit der Produktion eines neuen VW-Modelles ändern. dpa

Volkswagen hat in den USA mit sinkenden Absätzen zu kämpfen. Das soll sich mit der Produktion eines neuen VW-Modelles ändern.

BerlinDas Tauziehen zwischen den USA und Mexiko um die Produktion eines neuen VW-Modells für den amerikanischen Markt geht in die nächste Runde. In der vergangenen Woche habe der US-Bundesstaat Tennessee Volkswagen erneut Steueranreize in Aussicht gestellt, wenn der deutsche Autobauer das geplante Modell in seinem Werk in Chattanooga baue, verlautete am Montag aus Branchenkreisen.

Zuvor hätten auch Behörden in Mexiko ein Angebot unterbreitet, um sich die Produktion in ihrem Land zu sichern. Wegen der Verzögerungen könnte eine Entscheidung über die Fertigungsstätte erst Ende Juni fallen, hieß es weiter. Damit erhalten die Bemühungen von VW, auf dem schwierigen US-Markt wieder in Fahrt zu kommen, einen Dämpfer.

VW hatte im Januar das neue Modell - eine Mischung aus Limousine und Geländewagen - auf der Automesse in Detroit angekündigt. Unmittelbar danach bot der Gouverneur von Tennessee, Bill Haslam, VW Anreize im Umfang von 300 Millionen Dollar, wenn das Modell dort gefertigt werde. Im Streit um die Einführung eines Betriebsrates in dem einzigen US-Werk von VW zog er das Angebot wieder zurück.

Die erfolgreichsten Autokonzerne in den USA

US-Automarkt

Insgesamt 15,6 Millionen Fahrzeuge wurden im Jahr 2013 in den USA verkauft. Das entsprach einem Plus gegenüber dem Vrojahr von 7,6 Prozent. Die deutschen Hersteller schaffen es nicht unter die Branchengrößen. Volkswagen verkaufte 407.000 Fahrezuge der Stammmarke (minus 6,9 Prozent), Mercedes 334.000 (plus 13,3 Prozent) und BMW ohne Mini 309.000 (plus 9,9 Prozent).
Quelle aller Angaben: Motor Intelligence

Platz 6

Nissan
Absatz 2013:
1,25 Millionen Fahrzeuge (+9,4 Prozent gg. 2012)
Marktanteil:
8,0 Prozent (plus 0,1 Punkte gg. 2012)

Platz 5

Honda
Absatz 2013:
1,53 Millionen Fahrzeuge (+7,2 Prozent gg. 2012)
Marktanteil:
9,8 Prozent (unverändert gg. 2012)

Platz 4

Chrysler
Absatz 2013:
1,8 Millionen Fahrzeuge (+9 Prozent gg. 2012)
Marktanteil:
11,5 Prozent (plus 0,1 Punkte gg. 2012)

Platz 3

Toyota
Absatz 2013:
2,24 Millionen Fahrzeuge (+7,4 Prozent gg. 2012)
Marktanteil:
14,3 Prozent (minus 0,1 Punkte gg. 2012)

Platz 2

Ford
Absatz 2013:
2,49 Millionen Fahrzeuge (+10,8 Prozent gg. 2012)
Marktanteil:
15,9 Prozent (plus 0,4 Punkte gg. 2012)

Platz 1

GM
Absatz 2013:
2,79 Millionen Fahrzeuge (+7,3 Prozent gg. 2012)
Marktanteil:
17,9 Prozent (unverändert gg. 2012)

"VW braucht wieder viel zu lange, um das dringliche US-Problem anzugehen", sagte der Analyst Arndt Ellinghorst von ISI Group in London. "Der Crossover wäre eine einträgliche Ergänzung zur Produktpalette. VW hat keine Zeit zu verlieren."

Volkswagen hat in den USA mit sinkenden Absätzen zu kämpfen. Analysten hatten dem Autobauer wiederholt nahe gelegt, seine Modellpalette auszuweiten, um dort wieder auf die Erfolgsspur zu kommen.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

03.06.2014, 09:40 Uhr

VW mit seiner Altherren Riege kann dem Markt ohnehin nicht mehr folgen.
Strategie 2018 wird im VW Konzern nicht funktionieren ... denn sie ist schon vor einem Jahr gescheitert!

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