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13.07.2012

22:19 Uhr

Militär-Optik

EADS-Tochter kauft Sparte von Zeiss

Wärmebildkameras, Zielfernrohre, Entfernungsmesser: Die EADS-Rüstungstochter Cassidian übernimmt die Verteidigungstechnik-Sparte des Optikkonzerns Carl Zeiss. Dabei klärten die Unternehmen auch Arbeitsplatzfragen.

Zeiss stellt unter anderem das Zielfernrohr für den Leopard 2 her. (Foto: Krauss-Maffei Wegmann) dpa

Zeiss stellt unter anderem das Zielfernrohr für den Leopard 2 her. (Foto: Krauss-Maffei Wegmann)

OberkochenDie EADS-Rüstungstochter Cassidian übernimmt 75,1 Prozent der Militäroptiksparte vom Optikkonzern Carl Zeiss. Zeiss werde mittelfristig aus der Verteidigungstechnik aussteigen, teilten beide Unternehmen am Freitagabend nach Vertragsabschluss mit. Zum Kaufpreis machten die Firmen keine Angaben.

Cassidian bringe erstklassige Marktzugänge und die „Kraft eines weltweit führenden Unternehmens“ mit, sagte der Vorstandsvorsitzende der Carl Zeiss AG, Michael Kaschke. „Wir sind überzeugt, dass die Optronik bei Cassidian bessere Perspektiven hat als bei Carl Zeiss.“

Die Anteile sollen nach Vorlage notwendiger Zustimmungen und kartellrechtlicher Genehmigungen an Cassidian übertragen werden. Die restlichen 24,9 Prozent bleiben bei Carl Zeiss.

Die Carl Zeiss Optronics GmbH entwickelt und fertigt in Oberkochen und Wetzlar sowie im südafrikanischen Irene mit rund 780 Mitarbeitern Präzisionsprodukte für militärische und zivile Anwendungen wie Systeme für die Grenzraumüberwachung. Das Unternehmen stellt unter anderem Wärmebildkameras, Laser-Entfernungsmesser und auch das Zielfernrohr für den Kampfpanzer Leopard 2 her.

Die Produkte werden bei der Luftwaffe, dem Heer und der Marine eingesetzt. Das Unternehmen hat im Geschäftsjahr 2011 rund 160 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet.

Für Cassidian bedeute der Erwerb eine „strategische Ergänzung seines bestehenden Produktportfolios im Bereich der Sensoren“, hieß es. Beide Seiten erwarteten, dass durch das neue Unternehmen, das bei Cassidian in das Geschäftsfeld „Sensoren und elektronische Kampfführung“ integriert wird, die weltweiten Marktzugänge und die internationale Wettbewerbsfähigkeit verbessert werden. Teil der Vereinbarung sei eine Standort- und Arbeitsplatzgarantie bis 2015.

Kommentare (1)

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Patriot

28.07.2012, 17:44 Uhr

Wie äußerte sich noch ein großer Deutscher Ökonom: "Der Euro ist jetzt schon ein Franc!" Deutsche Regierung: Schlaft weiter, während die Franzosen sich in die Hochtechnologie Deutschlands einkaufen. Mithilfe eines Schäfersohnes aus dem Westerwald. Ein Deutscher Verräter!

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